Холодное сердце. Уровень 1 / Das kalte Herz
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Вильгельм Гауф
Холодное сердце
Уровень 1

Wilhelm Hauff

Das kalte Herz

* * *

© Матвеев С. А., адаптация текста, комментарии, упражнения и словарь, 2023

© ООО «Издательство АСТ», 2023

1

Wer durch Schwaben[1] reist, der sollte nie vergessen, auch ein wenig in den Schwarzwald hineinzuschauen. Die Leute hier unterscheiden sich von den andern Menschen. Sie sind größer als gewöhnliche Menschen. Sie sind breitschultrig, von starken Gliedern, und mutiger als gewöhnliche Bewohnern der Stromtäler und Ebenen. Und auch durch ihre Sitten und Trachten sondern sie sich von den Leuten, die außerhalb des Waldes wohnen, streng ab.

Die Bewohner des Schwarzwaldes kleiden sich am schönsten. Die Männer haben den Bart. Ihre schwarzen Wämser[2], ihre ungeheuren, enggefalteten Pluderhosen[3], ihre roten Strümpfe und die spitzen Hüte, von einer weiten Scheibe umgeben, verleihen ihnen etwas Ernstes, Ehrwürdiges.

Dort beschäftigen sich die Leute gewöhnlich mit Glasmachen; auch verfertigen sie Uhren.

Auf der andern Seite des Waldes wohnt ein Teil desselben Stammes. Aber sie handeln mit ihrem Wald. Sie fällen und behauen ihre Tannen. Sie flößen sie durch die Nagold in den Neckar[4] und von dem oberen Neckar den Rhein hinab[5], nach Holland. Ihre langen Flöße halten an jeder Stadt. Sie handeln ihre stärksten und längsten Balken und Bretter.

Diese Menschen nun sind an ein rauhes, wanderndes Leben gewöhnt. Und ihr Prachtanzug ist verschieden von dem der Glasmänner im andern Teil des Schwarzwaldes. Sie tragen Wämser von dunkler Leinwand, einen handbreiten grünen Hosenträger über die breite Brust, Beinkleider von schwarzem Leder[6]. Aus deren Tasche ein Zollstab von Messing hervorschaut. Ihr Stolz und ihre Freude aber sind ihre Stiefel. Sie können damit in drei Schuh tiefem Wasser umherwandeln, ohne sich die Füße naß zu machen.

Noch vor kurzer Zeit glaubten die Bewohner dieses Waldes an Waldgeister. Und auch die Waldgeister, die im Schwarzwalde hausen, in diese verschiedenen Trachten sich geteilt haben. Das Glasmännlein, ein gutes Geistchen von dreieinhalb Fuß Höhe, war in einem spitzen Hütlein mit großem Rand, mit Wams und Pluderhöschen und roten Strümpfchen. Der Holländer-Michel[7] aber, der auf der anderen Seite des Waldes umgeht, war ein riesengroßer, breitschultriger Kerl in der Kleidung der Flözer. Seine Stiefel waren so groß, dass ein gewöhnlicher Mann bis an den Hals hineinstehen könnte.

Mit diesen Waldgeistern hatte ein junger Schwarzwälder eine sonderbare Geschichte, die ich erzählen will. Es lebte nämlich im Schwarzwald eine Witwe, Frau Barbara Munk. Ihr Gatte war Kohlenbrenner. Nach seinem Tode hielt sie ihren sechzehnjährigen Knaben nach und nach zu demselben Geschäft an.

Der junge Peter Munk, ein schlanker Bursche, saß die ganze Woche über am rauchenden Meiler, schwarz und berußt. Dann fuhr er in die Städte und verkaufte seine Kohlen. Aber ein Köhler hat viel Zeit zum Denken. Wenn Peter Munk an seinem Meiler saß, stimmten die dunklen Bäume umher und die tiefe Waldesstille sein Herz zu Tränen und unbewusster Sehnsucht.

Es betrübte ihn etwas, es ärgerte ihn etwas, er wusste nicht recht was. Endlich merkte er sich ab, was ihn ärgerte. Das war sein Stand.

«Ein schwarzer, einsamer Kohlenbrenner!» sagte er sich. «Es ist ein elend Leben. Wie angesehen sind die Glasmänner, die Uhrmacher, selbst die Musikanten am Sonntag abends! Abe ich!.. Ach, ich bin nur der Kohlenmunk-Peter![8]»

Auch die Flözer auf der andern Seite waren ein Gegenstand seines Neides. Wenn diese Waldriesen herüberkamen, mit stattlichen Kleidern, und an Knöpfen, Schnallen und Ketten einen halben Zentner Silber auf dem Leib trugen, wenn sie holländisch sprachen, da stellte er sich als das vollendetste Bild eines glücklichen Menschen solch einen Flözer vor. Und wenn diese Glücklichen dann erst in die Taschen fuhren, ganze Hände voll großer Taler herauslangten und würfelten[9] (fünf Gulden hin, zehn her[10]), so wollten ihm die Sinne vergehen[11]. Dann schlich er trübselig nach seiner Hütte. An manchem Feiertagabend hatte er einen oder den andern dieser Holzherren mehr verspielen sehen, als der arme Vater Munk in einem Jahr verdiente.

Es waren drei Männer, von welchen er am meisten bewunderte. Der eine war ein dicker, großer Mann mit rotem Gesicht. Er war de reichste Mann in der Runde. Sein Name war Ezechiel[12]. Er reiste alle Jahre zweimal mit Bauholz nach Amsterdam und war sehr reich.

Der andere war der längste und magerste Mensch im ganzen Wald. Sein Name war Schlurker, und diesen beneidete Munk. Schlurker widersprach den angesehensten Leuten; er hatte unmenschlich viel Geld.

Der dritte war ein schöner junger Mann, der am besten tanzte und daher den Namen Tanzbodenkönig hatte. Er war ein armer Mensch gewesen und hatte bei einem Holzherrn als Knecht gedient. Da wurde er auf einmal steinreich. Die einen sagten, er hat unter einer alten Tanne einen Topf voll Geld gefunden. Die andern behaupteten, er hat im Rhein mit der Stechstange, womit die Flözer zuweilen nach den Fischen stechen, einen Pack mit Goldstücken heraufgefischt.

An diese drei Männer dachte Kohlenmunk-Peter oft, wenn er einsam im Tannenwald saß. Aber hatten alle drei einen Hauptfehler, der sie bei den Leuten verhaßt machte. Es war dies ihr unmenschlicher Geiz, ihre Gefühllosigkeit gegen Schuldner und Arme.

«So geht es nicht mehr weiter»[13], sagte Peter eines Tages schmerzlich betrübt zu sich, «wenn ich nicht bald auf den grünen Zweig komme[14], so tu ich mir etwas zuleid. Wäre ich doch nur so angesehen und reich wie der dicke Ezechiel! Oder so kühn und so gewaltig wie der lange Schlurker! Oder so berühmt und könnte den Musikanten Taler statt Kreuzer zuwerfen wie der Tanzbodenkönig! Wo nur der Bursche das Geld her hat?»

Allerlei Mittel ging er durch, wie man sich Geld erwerben könne. Aber keines wollte ihm gefallen. Endlich fielen ihm auch die Sagen von Leuten ein, die vor alten Zeiten durch den Holländer-Mechel und durch das Glasmännlein reich geworden waren. Solange sein Vater noch lebte, kamen oft andere arme Leute zu Besuch. Da wurde oft lang und breit von reichen Menschen gesprochen, und wie sie reich geworden. Da spielte nun oft das Glasmännlein eine Rolle. Konnte er sich beinahe noch des Versleins erinnern, das man am Tannenbühl in der Mitte des Waldes sprechen mußte, wenn es erscheinen sollte.

Es fing an:

 
«Schatzhauser im grünen Tannenwald,
Bist schon viel hundert Jahre alt,
Dir gehört all Land, wo Tannen stehn…»
 

Und weiter? Aber er mochte sein Gedächtnis anstrengen, wie er wollte, weiter konnte er sich keines Verses mehr entsinnen. Er dachte oft, ob er nicht diesen oder jenen alten Mann fragen sollte, wie das Sprüchlein heiße. Aber immer hielt ihn eine gewisse Scheu, seine Gedanken zu verraten, ab, auch schloß er, es müsse die Sage vom Glasmännlein nicht sehr bekannt sein und den Spruch müssen nur wenige wissen. Es gab nicht viele reiche Leute im Wald. Warum hatten denn nicht sein Vater und die andern armen Leute ihr Glück versucht?

Er fragte einmal seine Mutter auf das Männlein. Seine Mutter erzählte ihm, was er schon wusste. Sie kannte auch nur noch die erste Zeile von dem Spruch. Sie sagte ihm endlich, nur Leuten, die an einem Sonntag zwischen elf und zwei Uhr geboren seien, zeige sich das Geistchen. Und er ist am Sonntag – mittags zwölf Uhr! – geboren.

Als dies der Kohlenmunk-Peter hörte, war er vor Freude und vor Begierde, dies Abenteuer zu unternehmen, beinahe außer sich. Es schien ihm hinlänglich, einen Teil des Sprüchleins zu wissen und am Sonntag geboren zu sein. Das Glasmännlein mußten sich ihm zeigen!

2

Als Peter daher eines Tages seine Kohlen verkauft hatte, zündete er keinen neuen Meiler an, sondern zog seines Vaters Staatswams und neue rote Strümpfe an, setzte den Sonntagshut auf, und faßte seinen fünf Fuß hohen Schwarzdornstock in die Hand. Dann nahm von der Mutter Abschied:

«Ich muß in die Stadt gehen.»

Aber machte er sich auf nach dem Tannenbühl[15]. Der Tannenbühl liegt auf der höchsten Höhe des Schwarzwaldes. Auf zwei Stunden im Umkreis stand damals kein Dorf, ja nicht einmal eine Hütte. Die abergläubischen Leute meinten, es sei dort unsicher[16].

Man schlug ungern Holz in jenem Revier. Oft die Äxte vom Stiel gesprungen und in den Fuß gefahren, oder die Bäume waren schnell umgestürzt und hatten die Männer mit umgerissen und beschädigt oder gar getötet. Die Floßherren nahmen nie einen Stamm aus dem Tannenbühl unter ein Floß auf, weil die Sage ging, dass Mann und Holz verunglücke, wenn ein Tannenbühler mit im Wasser sei.

Im Tannenbühl die Bäume dicht und hoch standen. Peter Munk wurde es ganz schaurig dort zumute; denn er hörte keine Stimme und keinen Axt. Die Vögel vermieden diese dichte Tannennacht.

Kohlenmunk-Peter hatte jetzt den höchsten Punkt des Tannenbühls erreicht und stand vor einer Tanne von ungeheurem Umfang[17].

«Hier», dachte er, «wird wohl der Schatzhauser wohnen».

Peter zog seinen großen Sonntagshut, machte vor dem Baum eine tiefe Verbeugung, räusperte sich und sprach mit zitternder Stimme:

«Wünsche glückseligen Abend, Herr Glasmann.»

Aber es erfolgte keine Antwort. Alles umher war so still wie zuvor.

«Vielleicht muß ich doch das Verslein sprechen», dachte er weiter und murmelte:

 
«Schatzhauser im grünen Tannenwald,
Bist schon viel hundert Jahre alt,
Dir gehört all Land, wo Tannen stehn…»
 

Indem er diese Worte sprach, sah er zu seinem großen Schrecken eine ganz kleine, sonderbare Gestalt hinter der dicken Tanne hervorschauen. Hat er das Glasmännlein gesehen?

Das schwarze Wämschen, die roten Strümpfchen, das Hütchen, das blasse, aber feine und kluge Gesichtchen!

Aber ach, so schnell es hervorgeschaut hatte, das Glasmännlein, so schnell war es auch wieder verschwunden.

«Herr Glasmann», rief nach einigem Zögern Peter Munk, «seid so gütig und haltet mich nicht zum Narren[18]. Herr Glasmann, wenn Sie meinen, ich habe Euch nicht gesehen, so täuschen Sie Ihnen sehr. Ich sah Ihnen wohl hinter dem Baum hervorgucken!»

Immer keine Antwort. Nur zuweilen glaubte er ein leises, heiseres Kichern hinter dem Baum zu vernehmen. Endlich überwand seine Ungeduld die Furcht.

«Warte, du kleiner Bursche», rief Peter, «dich will ich bald haben!»

Peter sprang mit einem Satz hinter die Tanne, aber da war kein Schatzhauser im grünen Tannenwald. Nur ein kleines, zierliches Eichhörnchen jagte an dem Baum hinauf.

Peter Munk schüttelte den Kopf. Er sah ein, dass er die Beschwörung bis auf einen gewissen Grad gebracht habe. Er sah ein, dass ihm vielleicht nur noch ein Reim zu dem Sprüchlein fehle. So könne er das Glasmännlein hervorlocken. Aber er fand nichts. Das Eichhörnchen zeigte sich an den untersten Ästen der Tanne. Es putze sich, es rollte den schönen Schweif. Es schaute ihn mit klugen Augen an. Aber endlich fürchtete Peter sich doch beinahe, mit diesem Tier allein zu sein. Bald schien das Eichhörnchen einen Menschenkopf zu haben und einen dreispitzigen Hut zu tragen. Bald war es ganz wie ein anderes Eichhörnchen und hatte nur an den Hinterfüßen rote Strümpfe und schwarze Schuhe. Es war ein lustiges Tier. Aber dennoch graute Kohlenpeter.

Mit schnelleren Schritten, als er gekommen war, zog Peter wieder ab. Das Dunkel des Tannenwaldes war Schwarz. Die Bäume standen immer dichter. Und ihm fing an so zu grauen, dass er im Trab davonjagte[19].

Als er in der Ferne Hunde bellen hörte und bald darauf den Rauch einer Hütte erblickte, wurde er wieder ruhiger. Aber als er näher kam und die Tracht der Leute in der Hütte erblickte, fand er, dass er aus Angst gerade die entgegengesetzte Richtung genommen und statt zu den Glasleuten zu den Flözern gekommen sei.

Die Leute, die in der Hütte wohnten, waren Holzfäller. Ein alter Mann, sein Sohn, der Hauswirt und einige erwachsene Enkel nahmen Kohlenmunk-Peter, der um ein Nachtlager bat[20], gut auf. Sie gaben ihm Apfelwein zu trinken. Sie fragten nach seinem Namen und Wohnort nicht. Abends wurde ein großer Auerhahn aufgesetzt.

Nach dem Nachtessen setzten sich die Hausfrau und ihre Töchter mit ihren Kunkeln um den großen Lichtspan[21]. Der Großvater, der Gast und der Hauswirt rauchten und schauten den Weibem zu. Die Burschen aber waren beschäftigt, Löffel und Gabeln aus Holz zu schnitzeln. Draußen im Wald heulte der Sturm und raste in den Tannen. Man hörte da und dort sehr heftige Schläge. Es schien oft, als ob ganze Bäume abgeknickt würden und zusammenkrachten.

Die furchtlosen Jungen wollten hinaus in den Wald laufen und dieses furchtbar schöne Schauspiel mit ansehen. Ihr Großvater hielt sie mit strengem Wort und Blick zurück.

«Ich will keinem raten, dass er jetzt vor die Tür geht», rief er ihnen zu, «bei Gott[22], der kommt nimmermehr wieder. Der Holländer-Michel haut sich heute Nacht das Floßgelenk[23] im Wald.»

Die Kleinen staunten ihn an. Sie hörten von dem Holländer-Michel bevor. Aber sie baten jetzt den Großvater, einmal recht schön von jenem zu erzählen. Auch Peter Munk stimmte mit ein und fragte den Alten, wer und wo er ist.

Ezechiel – Иезекиил.

So geht es nicht mehr weiter. – Так больше продолжаться не может.

auf den grünen Zweig kommen – добиться успеха.

Tannenbühl – еловый холм.

fünf Gulden hin, zehn her – пять гульденов сюда, десять туда.

wollten ihm die Sinne vergehen – он почти лишался чувств.

es sei dort unsicher – там нечисто.

vor einer Tanne von ungeheurem Umfang – перед необъятной елью.

haltet mich nicht zum Narren – не дурачьте меня.

er im Trab davonjagte – он рысью помчался прочь.

Floßgelenk – бревно, которое сплавляют (для плота).

der um ein Nachtlager bat – который попросился переночевать.

um den großen Lichtspan – вокруг большой лучины.

bei Gott – клянусь Богом.

durch die Nagold in den Neckar – по Нагольду в Неккар.

enggefalteten Pluderhosen – шаровары в мелкую складку.

Beinkleider von schwarzem Leder – штаны из чёрной кожи.

von dem oberen Neckar den Rhein hinab – от верхнего Неккара вниз по Рейну.

nur der Kohlenmunk-Peter! – всего лишь угольщик Петер Мунк.

Holländer-Michel – голландец Михель.

würfelten – играли в кости.

Wämser – камзолы.

Schwaben – Швабия (область на юго-западе современной Германии в верховьях Рейна и Дуная).

3

«Er ist der Herr dieses Waldes. Vom Holländer-Michel will ich Euch aber erzählen, was ich weiß, und wie die Sage von ihm geht. Vor etwa hundert Jahren, so erzählte es wenigstens mein Großvater, war kein ehrlicheres Volk auf Erden als die Schwarzwälder. Jetzt, seit so viel Geld im Land ist, sind die Menschen unredlich und schlecht. Die jungen Burschen tanzen und johlen am Sonntag und fluchen, dass es ein Schrecken ist. Der Holländer-Michel ist schuld an all dieser Verderbnis!

Es lebte also vor hundert Jahren ein reicher Holzherr, der viel Gesind hatte. Er handelte bis weit in den Rhein hinab[24]. Sein Geschäft war gesegnet, denn er war ein frommer Mann. Kommt eines Abends ein Mann an seine Türe, dergleichen er noch nie gesehen. Seine Kleidung war wie die der Schwarzwälder Burschen. Aber er war höher als alle. Man hatte noch nie geglaubt, dass es einen solchen Riesen geben könne.

Dieser bittet um Arbeit bei dem Holzherrn. Der Holzherr, der ihm ansah, dass er stark und zu großen Lasten tüchtig sei, rechnet mit ihm seinen Lohn, und sie schlagen ein. Der Michel war ein Arbeiter, wie selbiger Holzherr noch keinen gehabt. Beim Baumschlagen galt er für drei[25]. Wenn sechs an einem Ende schleppten, trug er allein das andere. Als er aber ein halb Jahr Holz geschlagen, trat er eines Tages vor seinen Herrn und begehrte von ihm:

„Ich habe jetzt lang genug hier Holz gehackt. Ich möchte auch sehen, wohin meine Stämme kommen. Darf ich auf das Floß gehen?“

Der Holzherr antwortete:

„Ich habe nicht dagegen, Michel. Und zwar beim Holzfällen brauche ich starke Leute, wie du bist, auf dem Floß aber kommt es auf Geschicklichkeit an, aber es sei für diesmal[26].“

Und so war es. Das Floß, mit dem er abgehen sollte, hatte acht Glieder, und waren im letzten von den größten Zimmerbalken. Aber was geschah? Am Abend zuvor bringt der lange Michel noch acht Balken ans Wasser. Sie waren so dick und lang, als man keinen je sah. Und jeden trug er so leicht auf der Schulter wie eine Flözerstange, so dass sich alles entsetzte. Wo er sie gehauen, weiß bis heute noch niemand.

Dem Holzherrn lachte, als er dies sah. Er berechnete, was diese Balken kosten könnten. Michel aber sagte:

„So, die sind für mich zum Fahren. Auf den kleinen Spänen dort kann ich nicht fortkommen.“

Sein Herr wollte ihm ein paar Flözerstiefel schenken. Aber er warf sie auf die Seite[27]. Er brachte ein Paar hervor, wie es sonst keine gab. Mein Großvater hat versichert, sie haben hundert Pfund gewogen und seien fünf Fuß lang gewesen.

Das Floß fuhr ab. Michel setzte früher die Holzhauer in Verwunderung. Jetzt staunten die Flözer. Das Floß, wegen der ungeheuern Balken, flog es, sobald sie in den Neckar kamen, wie ein Pfeil. Sprang Michel ins Wasser, rückte mit einem Zug das Floß links oder rechts, so dass es ohne Gefahr vorüberglitt. Mit einem Druck flog das Floß dahin, dass das Land und Bäume und Dörfer vorbeizujagen schienen.

So waren sie sehr schnell nach Köln am Rhein gekommen, wo sie sonst ihre Ladung verkauft hatten. Aber hier sprach Michel:

„Ihr seid rechte Kaufleute und versteht euren Nutzen! Meinet ihr denn, die Kölner brauchen all dies Holz, das aus dem Schwarzwald kommt, für sich? Nein, um den halben Wert[28] kaufen sie es euch ab und verhandeln es teuer nach Holland. Lassen wir die kleinen Balken hier verkaufen[29] und mit den großen nach Holland gehen. Was wir über den gewöhnlichen Preis lösen, ist unser eigener Profit.“

So sprach der arglistige Michel, und die anderen waren es zufrieden. Die einen wollten nach Holland gehen, die anderen wollten das Geld haben. Nur ein einziger war redlich und mahnte sie ab, das Gut ihres Herrn[30] der Gefahr auszusetzen oder ihn um den höheren Preis zu betrügen. Aber sie hörten nicht auf ihn und vergaßen seine Worte. Aber der Holländer-Michel vergaß sie nicht.

Sie fuhren auch mit dem Holz den Rhein hinab. Michel leitete das Floß und brachte sie schnell bis nach Rotterdam. Dort bot man ihnen das Vierfache von dem früheren Preis. Als die Schwarzwälder so viel Geld sahen, wussten sie sich vor Freude nicht zu fassen[31]. Michel teilte ab, einen Teil dem Holzherrn, die drei anderen unter die Männer.

Und nun setzten sie sich mit Matrosen in die Wirtshäuser. Sie verschlemmten und verspielten ihr Geld. Den braven Mann, der ihnen abgeraten, verkaufte der Holländer-Michel an einen Seelenverkäufer. Man hat nichts mehr von ihm gehört. Von da an war den Burschen im Schwarzwald Holland das Paradies und Holländer-Michel ihr König. Die Holzherren erfuhren lange nichts von dem Handel. Unvermerkt kamen Geld, Flüche, schlechte Sitten, Trunk und Spiel aus Holland herauf.

Der Holländer-Michel war, als die Geschichte herauskam, nirgends zu finden. Aber tot ist er auch nicht. Seit hundert Jahren treibt er seinen Spuk[32] im Wald. Man sagt, dass er schon vielen half, reich zu warden. Aber auf Kosten ihrer armen Seele! Und mehr will ich nicht sagen. Er ist jetzt in solchen Sturmnächten im Tannenbühl, wo man nicht hauen soll. Er sucht die schönsten Tannen aus. Mein Vater hat ihn eine vier Schuh dicke umbrechen sehen wie ein Rohr.

Mit diesen beschenkt er die, welche sich vom Rechten abwenden und zu ihm gehen. Um Mitternacht bringen sie dann das Floßgelenk ins Wasser. Er rudert mit ihnen nach Holland. Aber alle Schiffe, die von dem Holländer-Michel auch nur einen Balken haben, müssen untergehen.

Daher kommt es, dass man von so vielen Schiffbrüchigen hört. Aber so oft Holländer-Michel in einer Sturmnacht im Schwarzwald eine Tanne fällt, springt eine seiner alten aus den Fugen des Schiffes. Das Wasser dringt ein, und das Schiff ist verloren.

Das ist die Sage vom Holländer-Michel. Alles Böse im Schwarzwald kommt von ihm. Er kann einen reich machen», setzte der Greis geheimnisvoll hinzu, «aber ich möchte nichts von ihm haben. Ich möchte um keinen Preis[33] in der Haut des dicken Ezechiel und des langen Schlurkers stecken. Auch der Tanzbodenkönig soll sich ihm ergeben haben.»

Der Sturm hatte sich während der Erzählung des Alten gelegt. Die Mädchen zündeten die Lampen an und gingen weg. Die Männer legten Peter Munk einen Sack voll Laub als Kopfkissen auf die Ofenbank und wünschten ihm gute Nacht.

4

Kohlenmunk-Peter hatte noch nie so schwere Träume gehabt wie in dieser Nacht. Bald glaubte er, der finstere und riesige Holländer-Michel reiße die Stubenfenster auf und reiche mit seinem ungeheuer langen Arm einen Beutel voll Goldstücke herein. Die schüttelte, dass es hell und lieblich klang. Bald sah er wieder das kleine, freundliche Glasmännchen auf einer ungeheuren grünen Flasche im Zimmer umherreiten. Er hörte das heisere Lachen; dann brummte es ihm wieder ins linke Ohr:

 
«In Holland gibt’s Gold!
Ihr könnet das haben, wenn Ihr wollt
Um geringen Sold [34]
Gold, Gold!»
 

Dann hörte er wieder in sein rechtes Ohr das Liedchen vom Schatzhauser im grünen Tannenwald, und eine zarte Stimme flüsterte:

 
«Dummer Kohlenpeter, dummer Peter Munk,
kannst kein Sprüchlein reimen auf stehen,
und bist doch am Sonntag geboren Schlag zwölf Uhr.
Reime, dummer Peter, reime!»
 

Er ächzte und stöhnte im Schlaf. Er mühte sich ab, einen Reim zu finden. Aber war seine Mühe im Traume vergebens.

Als Peter mit dem ersten Frührot erwachte, kam ihm doch sein Traum sonderbar vor. Er setzte sich mit verschränkten Armen[35] hinter den Tisch. Er dachte über die Einflüsterungen nach, die ihm noch immer im Ohr lagen:

 
«Dummer Kohlenpeter, dummer Peter Munk,
Reime, dummer Peter, reime!»
 

sprach er zu sich und pochte mit dem Finger an seine Stirn. Aber es wollte kein Reim hervorkommen.

Als er noch so dasaß und trübe vor sich hinschaute und an den Reim auf stehen dachte, da zogen drei Burschen vor dem Hause vorbei in den Wald. Einer sang im Vorübergehen:

 
«Am Berge tat ich stehen,
Und schaute in das Tal,
Da habe ich sie gesehen
Zum allerletztenmal» [36].
 

Das war ein leuchtender Blitz durch Peters Ohr. Hastig raffte er sich auf und stürzte aus dem Haus. Er sprang den drei Burschen nach und packte den Sänger hastig und unsanft beim Arm.

«Halt, Freund!» rief Peter, «was hast du da auf stehen gereimt, bitte, sag mal, was du gesungen hast!»

«Was ficht’s dich an[37], Bursche?» entgegnete der Schwarzwälder. «Ich kann singen, was ich will. Laß gleich meinen Arm los!»

«Nein, sagen sollst du, was du gesungen hast!» schrie Peter und packte ihn noch fester an.

Die zwei anderen aber, als sie dies sahen, fielen mit derben Fäusten über den armen Peter her und walkten ihn derb, bis er vor Schmerzen das Gewand des dritten ließ und erschöpft in die Knie sank.

«Jetzt hast du dein Teil!»[38] sprachen sie, «und merk dir, toller Bursche, dass du Leute, wie wir sind, nimmer anfällst auf offenem Wege.»

«Ach, ich will mir es gewißlich merken!» erwiderte Kohlenpeter, «aber seid so gut und saget deutlich, was jener gesungen hat!»

Da lachten sie und spotteten ihn aus; aber der Mann sagte es ihm vor, und lachend und singend zogen sie weiter.

«Also sehen», sprach der arme Geschlagene, «sehen auf stehen[39] jetzt, Glasmännlein, wollen wir wieder ein Wort zusammen sprechen!»

Er ging in die Hütte, holte seinen Hut und den langen Stock. Er nahm Abschied von den Bewohnern der Hütte und trat seinen Rückweg nach dem Tannenbühl an. Er ging langsam und sinnend seine Straße. Endlich, als er schon in dem Bereich des Tannenbühls ging und die Tannen höher und dichter wurden, hatte er seinen Vers gefunden. Er machte vor Freude einen Sprung in die Höhe.

Da trat ein riesengroßer Mann in Flözerkleidung und eine Stange so lang wie ein Mastbaum in der Hand hinter den Tannen hervor. Peter Munk sank beinahe in die Knie, als er jenen langsamen Schrittes neben sich wandeln sah; denn er dachte, das ist der Holländer-Michel und kein anderer. Noch immer schwieg die furchtbare Gestalt. Peter schielte zuweilen furchtsam nach ihm hin.

Er war einen Kopf größer als der längste Mann, den Peter je gesehen. Sein Gesicht war nicht mehr jung, doch auch nicht alt, aber voll Furchen und Falten; er trug ein Wams von Leinwand, und die ungeheuren Stiefel, über die Lederbeinkleider heraufgezogen, waren Peter aus der Sage wohlbekannt.

«Peter Munk, was tust du im Tannenbühl?» fragte der Waldkönig endlich mit tiefer, dröhnender Stimme.

«Guten Morgen», antwortete Peter, «ich will durch den Tannenbühl nach Haus zurück.»

«Peter Munk», erwiderte der Mann und warf einen stechenden, furchtbaren Blick nach ihm herüber, «dein Weg geht nicht durch diesen Hain!»

«Nun, so gerade just nicht», sagte Peter, «aber es macht heute warm, da dachte ich, es wird hier kühler sein.»

«Lüge nicht, du, Kohlenpeter!» rief Holländer-Michel mit donnernder Stimme, «oder ich schlage dich mit der Stange zu Boden[40]! Du meinst, ich habe dich nicht betteln sehen bei dem Kleinen[41]?» setzte der Mann sanft hinzu. «Geh, geh, das war ein dummer Streich. Und gut ist es, dass du das Sprüchlein nicht wußtest. Er ist ein Knauser, der kleine Kerl. Er gibt nicht viel. Und wem er gibt, der wird seines Lebens nicht froh. Peter, du bist ein armer Tropf[42] und dauerst mich in der Seele. So ein munterer, schöner Bursche, der in der Welt was anfangen könnte, und sollst Kohlen brennen! Wenn andere große Taler oder Dukaten haben, kannst du kaum ein paar Sechser[43] aufwenden. Es ist ein ärmlich Leben!»

«Wahr ist es, und recht haben Sie, ein elendes Leben.»

«Na, mir soll das nicht drauf ankommen»[44], fuhr der schreckliche Michel fort, «habe schon manchem braven Kerl aus der Not geholfen. Du bist nicht der erste. Sage einmal[45], wieviel hundert Taler brauchst du fürs erste[46]

Bei diesen Worten schüttelte er das Geld in seiner ungeheuren Tasche untereinander. Es klang wieder wie diese Nacht im Traum. Aber Peters Herz zuckte ängstlich und schmerzhaft bei diesen Worten. Es wurde ihm kalt und warm[47]. Der Holländer-Michel sah nicht aus, wie wenn er aus Mitleid Geld wegschenkte, ohne etwas dafür zu verlangen.

Peter hörte die geheimnisvollen Worte des alten Mannes über die reichen Menschen. Von unerklärlicher Angst und Bangigkeit gejagt, rief er:

«Schönen Dank, Herr! Aber mit Euch will ich nichts zu schaffen haben[48]. Ich kenne Euch schon!»

Und Peter lief weg.

Aber der Waldgeist schritt mit ungeheuren Schritten neben ihm her und murmelte dumpf und drohend:

«Wirst das noch bereuen[49], Peter, auf deiner Stirne steht’s geschrieben[50]. Du entgehst mir nicht. Lauf nicht so schnell, höre nur noch ein vernünftges Wort. Dort ist schon meine Grenze!»

Aber als Peter dies hörte und unweit vor ihm einen kleinen Graben sah, beeilte er sich nur noch mehr, über die Grenze zu kommen. Michel am Ende schneller lief. Der junge Mann sprang über den Graben; denn er sah, wie der Waldgeist mit seiner Stange ausholte. Peter kam glücklich jenseits an, und die Stange zersplitterte in der Luft, wie an einer unsichtbaren Mauer[51], und ein langes Stück fiel zu, Peter herüber.

Hob Peter es auf, um es dem groben Holländer-Michel zuzuwerfen; aber in diesem Augenblick fühlte er das Stück Holz in seiner Hand sich bewegen. Zu seinem Entsetzen sah er, dass es eine ungeheure Schlange sei, was er in der Hand hielt, die sich schon mit geifernder Zunge und mit blitzenden Augen an ihm hinaufbäumte.

Er ließ die Schlange los. Aber sie hatte sich schon fest um seinen Arm gewickelt und kam mit schwankendem Kopfe seinem Gesicht immer näher. Da rauschte auf einmal ein ungeheurer Auerhahn nieder, packte den Kopf der Schlange mit dem Schnabel, und erhob sich mit ihr in die Lüfte. Holländer-Michel heulte und schrie und raste, als die Schlange von einem Gewaltigeren entführt ward.

bis weit in den Rhein hinab – далеко по Рейну.

galt er für drei – работал он за троих.

es sei für dismal – пусть будет на этот раз по-твоему.

er warf sie auf die Seite – он отбросил их в сторону.

um den halben Wert – за полцены.

lassen wir verkaufen – давайте продадим.

um geringen Sold – за мизерную плату.

mit verschränkten Armen – со скрещёнными руками.

zum allerletztenmal – в самый последний раз.

Was ficht’s dich an? – А тебе какое до этого дело?

das Gut ihres Herrn – добро их господина.

wussten sie sich nicht zu fassen – они лишились рассудка (утратили над собой контроль).

treibt er seinen Spuk – он бродит призраком.

um keinen Preis – ни за какую цену.

Jetzt hast du dein Teil! – Поделом ты получил!

sehen auf stehen – sehen («видеть») рифмуется с stehen («стоять»).

ich schlage dich mit der Stange zu Boden – я вобью тебя шестом в землю.

sage einmal – скажи-ка.

fürs erste – для начала.

Es wurde ihm kalt und warm. – Его бросало то в жар, то в холод.

will ich nichts zu schaffen haben – я не хочу иметь дела.

bei dem Kleinen – у карлика.

ein armer Tropf – горемыка.

ein paar Sechser – пара монеток.

mir soll das nicht drauf ankommen – мне-то это всё равно.

Wirst das noch bereuen. – Ты ещё в этом раскаешься.

auf deiner Stirne steht’s geschrieben – у тебя это на лбу написано.

wie an einer unsichtbaren Mauer – как о невидимую стену.

5

Setzte Peter seinen Weg fort. Der Pfad wurde steiler, die Gegend wilder. Bald befand er sich an der ungeheuren Tanne. Er machte wieder seine Verbeugungen gegen das unsichtbare Glasmännlein und hub dann an:

 
«Schatzhauser im grünen Tannenwald,
Di bist schon viel hundert Jahre alt,
Dein ist all Land, wo Tannen stehen,
Läßt dich nur Sonntagskindern [52] sehen.»
 

«Du hast das nicht ganz getroffen; aber weil du es bist, Kohlenmunk-Peter, so soll es hingehen»[53], sprach eine zarte, feine Stimme neben ihm.

Peter was sehr erstaunt. Sah er sich um. Unter einer schönen Tanne saß ein kleines, altes Männlein in schwarzem Wams und roten Strümpfen und den großen Hut auf dem Kopf. Er hatte ein feines, freundliches Gesichtchen und ein Bärtchen. Er hatte eine Pfeife von blauem Glas. Als Peter näher trat, sah er, dass auch Kleider, Schuhe und Hut des Kleinen aus gefärbtem Glas bestanden[54].

«Du bist dem Flegel begegnet, dem Holländer-Michel?» sagte der Kleine und hüstelte, «seinen Prügel habe ich ihm abgejagt, den soll er nimmer wiederkriegen.»

«Ja, Herr Schatzhauser», erwiderte Peter mit einer tiefen Verbeugung, «vielen Dank! Sie waren der Herr Auerhahn, ich denke; da bedanke ich mich schönstens. Ich komme aber, um mir Rat zu holen bei Euch. Es geht mir gar schlecht und hinderlich. Ein Kohlenbrenner bringt es nicht weit[55]. Da ich noch jung bin, es könnte noch was Besseres aus mir warden. Wenn ich oft andere sehe, wie weit die es in kurzer Zeit gebracht haben[56]; wenn ich nur den Ezechiel nehme und den Tanzbodenkönig, die haben viel Geld.»

«Peter», sagte der Kleine sehr ernst und blies den Rauch aus seiner Pfeife; «Peter, sag mir nichts von diesen[57]. Was haben sie davon, wenn sie hier ein paar Jahre glücklich und dann nachher desto unglücklicher sind? Du mußt dein Handwerk nicht verachten. Dein Vater und Großvater waren Ehrenleute und haben es auch getrieben, Peter Munk! Ich will nicht hoffen, dass es Liebe zum Müßiggang ist, was dich zu mir führt.»

Peter erschrak vor dem Ernst des Männleins und errötete.

«Nein», sagte Peter, «Müßiggang ist aller Laster Anfang[58]. Aber das können Sie mir nicht übelnehmen, wenn mir ein anderer Stand besser gefällt als der meinige. Ein Kohlenbrenner ist etwas Geringes auf der Welt, und die Glasleute und Flözer und Uhrmacher und alle sind angesehener.»

«Hochmut kommt oft vor dem Fall», erwiderte der kleine Herr vom Tannenwald etwas freundlicher. «Ihr seid ein sonderbar Geschlecht, ihr Menschen! Selten ist einer mit dem Stand ganz zufrieden, in dem er geboren und erzogen ist. Und wenn du ein Glasmann bist, willst du gern ein Holzherr sein! Und bist du Holzherr, willst du gern ein Förster oder Amtmann sein! Aber es sei[59]. Wenn du versprichst, brav zu arbeiten, so will ich dir zu etwas Besserem verhelfen, Peter. Ich pflege jedem Sonntagskind, das sich zu mir zu finden weiß[60], drei Wünsche zu gewähren. Die ersten zwei sind frei. Den dritten kann ich verweigern, wenn er töricht ist. So wünsche dir also jetzt etwas; aber Peter, etwas Gutes und Nützliches!»

«Prima! Sie sind ein treffliches Glasmännlein! Mit Recht nennt man Ihnen Schatzhauser, denn bei Ihnen sind die Schätze zu Hause. Und also darf ich wünschen, wonach mein Herz begehrt. So will ich denn fürs erste, dass ich noch besser tanzen könne als der Tanzbodenkönig. Und jedesmal noch einmal so viel Geld ins Wirtshaus bringe als er.»

«Du Dummkopf!» erwiderte der Kleine. «Welch ein erbärmlicher Wunsch ist dies, gut tanzen zu können und Geld zum Spiel zu haben! Schämst du dich nicht[61], dummer Peter, dich selbst so um dein Glück zu betrügen? Was nützt es dir[62] und deiner armen Mutter, wenn du tanzen kannst? Was nützt dir dein Geld, das nur für das Wirtshaus ist? Dann hast du wieder die ganze Woche nichts und darbst wie zuvor. Noch einen Wunsch gebe ich dir frei. Aber sieh dich vor, dass du vernünftiger wünschest!»

Peter sprach nach einigem Zögern:

«Nun, so wünsche ich mir die schönste und reichste Glashütte im ganzen Schwarzwald mit allem Zubehör und Geld, sie zu leiten.»

«Sonst nichts?»[63] fragte der Kleine mit besorglicher Miene. «Peter, sonst nichts?»

«Nun Sie können noch ein Pferd dazutun und ein Wägelchen.»

«Oh, du dummer Kohlenmunk-Peter!» rief der Kleine und warf seine gläserne Pfeife im Unmut an eine dicke Tanne, dass sie in hundert Stücke sprang. «Pferde? Wägelchen? Verstand, sage ich dir, Verstand, gesunden Menschenverstand und Einsicht sollst du wünschen, aber nicht Pferdchen und Wägelchen. Nun, werde nur nicht so traurig, wir wollen sehen, dass es auch so nicht zu deinem Schaden ist; denn der zweite Wunsch war im ganzen nicht töricht. Eine gute Glashütte nährt auch ihren Mann und Meister. Nur sollst du Einsicht und Verstand dazu mitnehmen.»

«Aber, Herr Schatzhauser», erwiderte Peter, «ich habe ja noch einen Wunsch übrig. Da kann ich ja Verstand wünschen, wenn er mir so nötig ist, wie Sie meinen.»

«Nichts da; du wirst noch in manche Verlegenheit kommen, wo du froh sein wirst, wenn du noch einen Wunsch frei hast. Und nun gehe nach Hause. Hier sind», sprach der kleine Tannengeist, indem er ein kleines Beutelein aus der Tasche zog, «hier sind zweitausend Gulden, und damit genug. Komm mir nicht wieder, um Geld zu fordern! Hör mal. Vor drei Tagen aber ist der alte Winkfritz gestorben. Er hatte die große Glashütte im Unterwald. Dorthin gehe morgen früh und mach ein Bot auf das Gewerbe! Sei fleißig, und ich will dich zuweilen besuchen und dir mit Rat und Tat[64] helfen, weil du dir doch keinen Verstand erbeten. Aber, das sage ich dir ernstlich, dein erster Wunsch war böse. Nimm dich in acht[65] vor dem Wirtshauslaufen, Peter! Es ist nicht gut.»

Das Männlein hat eine neue Pfeife vom schönsten Beinglas hervorgezogen, sie mit gedörrten Tannenzapfen gestopft und in den kleinen, zahnlosen Mund gesteckt. Dann zog es ein ungeheures Brennglas hervor, trat in die Sonne und zündete seine Pfeife an.

Dann bot er dem Peter freundlich die Hand und gab ihm noch ein paar gute Lehren auf den Weg. Der Glasmann blies immer schneller und verschwand endlich in einer Rauchwolke.

6

Als Peter nach Hause kam, fand er seine Mutter sehr in Sorgen um ihn. Die gute Frau sah Peter und weinte. Er aber war fröhlich und erzählte ihr, wie er im Walde einen guten Freund getroffen hat, der ihm Geld gab.

Obgleich seine Mutter schon seit dreißig Jahren in der Köhlerhütte wohnte, so war sie doch eitel genug. Sie sprach:

«Ja, als Mutter eines Mannes, der eine Glashütte besitzt, bin ich doch was anderes als Nachbarin Grete und Bete[66] und setze mich in Zukunft vornehin in der Kirche, wo rechte Leute[67] sitzen.»

Ihr Sohn kaufte die Glashütte. Peter behielt die Arbeiter, die er vorfand, bei sich und ließ nun Tag und Nacht Glas machen. Anfangs gefiel ihm das Handwerk wohl. Er pflegte gemächlich in die Glashütte hinabzusteigen, ging dort mit vornehmen Schritten, die Hände in die Taschen gesteckt, hin und her[68], guckte dahin, guckte dorthin, sprach dies und jenes, worüber seine Arbeiter oft lachten, und seine größte Freude war, das Glas blasen zu sehen. Oft machte er sich selbst an die Arbeit und formte aus der noch weichen Masse die sonderbarsten Figuren.

Bald aber war ihm die Arbeit entleidet. Er kam zuerst nur noch eine Stunde des Tages in die Hütte, dann nur alle zwei Tage, endlich die Woche nur einmal, und seine Gesellen machten, was sie wollten.

Das alles kam aber nur vom Wirtshauslaufen. Den Sonntag, nachdem er vom Tannenbühl zurückgekommen war, ging er ins Wirtshaus. Wer sprang auf dem Tanzboden? Natürlich, der Tanzbodenkönig! Der dicke Ezechiel saß auch schon hinter der Maßkanne und knöchelte um Kronentaler[69].

Da fuhr Peter schnell in die Tasche – und seine Tasche strotzte von Silber und Gold! Auch in seinen Beinen zuckte und drückte es, wie wenn sie tanzen und springen wollten. Als der erste Tanz zu Ende war, stellte er sich mit seiner Tänzerin oben an neben den Tanzbodenkönig. Als sprang der Tanzbodenkönig drei Schuh hoch, so flog Peter vier, und machte dieser wunderliche und zierliche Schritte, so verschlang und drehte Peter seine Füße, dass alle Zuschauer vor Verwunderung verrückt waren.

Als man aber auf dem Tanzboden vernahm, dass Peter eine Glashütte gekauft hat, als man sah, dass er, so oft er an den Musikanten vorbeitanzte, ihnen eine Münze zuwarf, da war des Staunens kein Ende. Die einen glaubten, er hat einen Schatz im Walde gefunden. Die anderen meinten, er hat eine Erbschaft getan. Aber alle verehrten ihn jetzt und hielten ihn für einen gemachten Mann, nur weil er Geld hat. Verspielte er doch noch an demselben Abend zwanzig Gulden, und nichtsdestominder[70] rasselte und klang es in seiner Tasche.

Als Peter sah, wie angesehen er war, wusste er sich vor Freude und Stolz nicht zu fassen. Er warf das Geld mit vollen Händen weg. Er teilte es den Armen reichlich mit. Wusste er doch, wie ihn selbst einst die Armut gedrückt hatte. Des Tanzbodenkönigs Künste waren vor den übernatürlichen Künsten des neuen Tänzers zuschanden. Peter führte jetzt den Namen Tanz-Kaiser.

Die unternehmendsten Spieler[71] am Sonntag wagten nicht so viel wie er. Aber sie verloren auch nicht so viel. Und je mehr er verlor, desto mehr gewann er. Warum? Er hatte sich gewünscht, immer so viel Geld in der Tasche zu haben, wie der dicke Ezechiel! Und gerade dieser war es, an welchen er sein Geld verspielte. Und wenn er zwanzig, dreißig Gulden auf einmal verlor, so hatte er sie alsbald wieder in der Tasche, wenn sie Ezechiel einstrich.

Nach und nach brachte er es aber im Schlemmen und Spielen weiter als die schlechtesten Gesellen im Schwarzwald. Man nannte ihn öfter Spielpeter als Tanzkaiser. Er spielte jetzt auch beinahe an allen Werktagen. Darüber kam aber seine Glashütte nach und nach in Verfall. Daran war Peters Unverstand schuld. Glas machte er; aber er hatte mit der Hütte nicht zugleich das Geheimnis gekauft, wohin man es am besten verschleißen kann. Er wusste am Ende mit der Menge Glas nichts anzufangen. Er verkaufte es um den halben Preis an herumziehende Händler[72], nur um seine Arbeiter bezahlen zu können.

Eines Abends ging er auch wieder vom Wirtshaus heim und dachte mit Schrecken und Gram an den Verfall seines Vermögens. Da bemerkte er auf einmal, dass jemand neben ihm geht. Er sah sich um – es war das Glasmännlein. Da geriet er in Zorn und Eifer. Der Kleine war an all seinem Unglück schuld!

«Was tue ich nun mit Pferd und Wägelchen?» rief er. «Was nutzt mir die Hütte und all mein Glas? Selbst als ich noch ein elender Köhlersbursch war, lebte ich froher und hatte keine Sorgen. Jetzt weiß ich nicht, wann der Amtmann kommt und meine Habe schätzt und versteigert, der Schulden wegen!»[73]

«So?» entgegnete das Glasmännlein. «So? Ich soll schuld daran sein, wenn du unglücklich bist? Ist dies der Dank für meine Wohltaten? Wer hieß dich so töricht wünschen? Ein Glasmann wolltest du sein und wusstest nicht, wohin dein Glas verkaufen? Ich sagte dir: du sollst behutsam wünschen. Verstand, Peter, Klugheit hat dir gefehlt»[74].

«Was, Verstand und Klugheit!» rief Peter. «Ich bin ein kluger Bursche! Ich will es dir zeigen, Glasmännlein!»

Bei diesen Worten faßte Peter das Männlein unsanft am Kragen und schrie:

«Habe ich dich jetzt[75], Schatzhauser im grünen Tannenwald? Und den dritten Wunsch will ich jetzt tun, den sollst du mir gewähren. Und so will ich hier zweimalhunderttausend Taler und ein Haus und… o weh!»[76] schrie Peter und schüttelte die Hand.

Das Waldmännlein hatte sich in glühendes Glas verwandelt und brannte in seiner Hand wie sprühendes Feuer. Aber von dem Männlein war nichts mehr zu sehen.

Mehrere Tage lang erinnerte ihn seine geschwollene Hand an seine Undankbarkeit und Torheit. Dann aber Peter sprach:

«Wenn sie mir die Glashütte und alles verkaufen, so bleibt mir doch immer der dicke Ezechiel. So lange Ezechiel Geld hat am Sonntag, kann es mir nicht fehlen.»

Peter, Peter! Aber wenn Ezechiel keines hat? Was zu tun? Und so geschah es eines Tages.

hat dir gefehlt – тебе нет хватало.

habe ich dich jetzt – вот ты и попался.

o weh! – ой, больно!

wie weit die es in kurzer Zeit gebracht haben – сколько всего многого они достигли за короткое время.

sag mir nichts von diesen – ничего мне о них не говори.

aller Laster Anfang – начало всех пороков.

Aber es sei. – Но да будет так.

Sonntagskinder – рождённые в воскресенье.

so soll es hingehen – сойдёт и так.

aus gefärbtem Glas bestanden – были сделаны из цветного стекла.

bringt es nicht weit – не достигнет многого.

das sich zu mir zu finden weiß – который знает, как меня найти.

schämst du dich nicht – и не стыдно ли тебе.

was nützt es dir – что тебе проку.

rechte Leute – достойнейшие люди.

hin und her – туда-сюда.

knöchelte um Kronentaler – бросал кости на кроненталеры.

Sonst nichts? – И больше ничего?

mit Rat und Tat – словом и делом.

nimm dich in acht – берегись, опасайся.

Nachbarin Grete und Bete – соседка Грета или Бета.

nichtsdestominder – тем не менее.

die unternehmendsten Spieler – самые предприимчивые игроки.

herumziehende Händler – бродячие торговцы.

der Schulden wegen – из-за долгов.

7

Eines Sonntags kam Peter angefahren ans Wirtshaus, und die Leute streckten die Köpfe durch die Fenster. Der eine sagte, da kommt der Spielpeter, und der andere, ja, der Tanzkaiser, der reiche Glasmann, und ein dritter schüttelte den Kopf und sprach:

«Mit dem Reichtum kann man es machen, man sagt allerlei von seinen Schulden. In der Stadt hat einer gesagt, der Amtmann will nicht mehr lange säumen zum Auspfänden»[77].

Indessen grüßte der reiche Peter die Gäste am Fenster vornehm und gravitätisch. Er stieg vom Wagen und schrie:

«Guten Abend, ist der dicke Ezechiel schon da?»

Und eine tiefe Stimme rief:

«Nur herein, Peter! Dein Platz ist dir aufbehalten. Wir sind schon da und bei den Karten.»

So trat Peter Munk in die Wirtsstube. Er fuhr gleich in die Tasche und merkte, dass Ezechiel gut versehen sein war. Seine Tasche war angefüllt. Peter setzte sich hinter den Tisch zu den anderen und gewann und verlor hin und her. So spielten sie, bis andere ehrliche Leute nach Hause gingen. Und dann zwei andere Spieler sagten:

«Jetzt ist es genug, und wir müssen heim zu Frau und Kind.»

Aber Spielpeter forderte den dicken Ezechiel auf zu bleiben. Dieser wollte lange nicht, endlich aber rief er:

«Gut, jetzt will ich mein Geld zählen. Dann wollen wir knöchern, den Satz um fünf Gulden[78]. Niederer ist es doch nur Kinderspiel!»

Er zog den Beutel und zählte. Er fand hundert Gulden bar. Peter wusste nun, wieviel er selbst hat. Er brauchte es nicht erst zu zählen. Aber hatte Ezechiel vorher gewonnen, so verlor er jetzt und fluchte greulich dabei. Warf er einen Pasch, gleich warf Spielpeter auch einen und immer zwei Augen höher[79].

Da setzte er endlich die letzten fünf Gulden auf den Tisch und rief:

«Noch einmal, und wenn ich auch den noch verliere, so höre ich doch nicht auf! Dann leihst du mir von deinem Gewinn, Peter! Ein ehrlicher Kerl hilft dem anderen.»

«Soviel du willst! Hundert Gulden, oder?» sprach der Tanzkaiser, fröhlich über seinen Gewinn.

Der dicke Ezechiel schüttelte die Würfel und warf fünfzehn.

«So!» rief er, «jetzt wollen wir sehen!»

Peter aber warf achtzehn. Eine heisere bekannte Stimme hinter ihm sprach:

«So, das war der letzte.»

Er sah sich um. Der Holländer-Michel stand hinter ihm! Erschrocken ließ Peter das Geld fallen[80]. Aber der dicke Ezechiel sah den Waldmann nicht, sondern verlangte, der Spielpeter sollte ihm zehn Gulden vorstrecken zum Spiel. Fuhr Peter mit der Hand in die Tasche, aber da war kein Geld! Er suchte in der anderen Tasche, aber auch da fand sich nichts. Peter kehrte den Rock um[81], aber es fiel kein Heller heraus. Jetzt erst gedachte Peter seines eigenen ersten Wunsches, immer soviel Geld zu haben als der dicke Ezechiel. Jetzt nichts, nichts!

Der Wirt und Ezechiel sahen ihn staunend an, als er immer suchte und sein Geld nicht finden konnte. Sie wollten ihm nicht glauben, dass er keines mehr hat. Aber als sie endlich selbst in seinen Taschen suchten, wurden sie zornig und schwuren. Peter ist ein böser Zauberer!

8

Peter verteidigte sich standhaft; aber alle waren gegen ihn. Ezechiel sagte, er will die schreckliche Geschichte allen Leuten im Schwarzwald erzählen. Der Wirt versprach ihm, morgen in die Stadt zu gehen und Peter Munk als Zauberer anzuklagen. Man will ihn verbrennen! Dann fielen sie wütend über ihn her und warfen ihn zur Tür hinaus.

Kein Stern schien am Himmel, als Peter trübselig seiner Wohnung zuschlich. Dennoch konnte er eine dunkle Gestalt erkennen, die neben ihm herschritt und endlich sprach:

«Mit dir ist’s aus[82], Peter Munk. All deine Herrlichkeit ist zu Ende. Das habe ich dir schon gesagt, als du nichts von mir hören wolltest, als du zu dem dummen Glaszwerg liefst. Da siehst du jetzt, was man davon hat, wenn man meinen Rat verachtet[83]. Aber versuch es einmal mit mir! Ich habe Mitleiden mit deinem Schicksal. Noch keinen hat es gereut, der sich an mich wandte. Wenn du den Weg nicht scheust, morgen den ganzen Tag bin ich am Tannenbühl zu sprechen, wenn du mich rufst.»

Peter merkte, wer so zu ihm sprach. Das war der Holländer-Michel! Aber es kam ihn ein Grauen an. Er antwortete nichts, sondern lief seinem Haus zu.

9

Als Peter am Montagmorgen in seine Glashütte ging, da waren nicht nur seine Arbeiter da, sondern auch andere Leute, nämlich der Amtmann und drei Gerichtsdiener. Der Amtmann wünschte Peter einen guten Morgen und fragte, wie er schlief. Dann zog er ein langes Register heraus. Darauf waren Peters Gläubiger verzeichnet.

«Können Sie zahlen oder nicht?» fragte der Amtmann mit strengem Blick. «Und nur kurz, denn ich habe nicht viel Zeit zu versäumen.»

Da verzagte Peter. Er gestand, dass er nichts mehr hat. Er überließ es dem Amtmann, Haus und Hof, Hütte und Stall, Wagen und Pferde zu schätzen. Als die Gerichtsdiener und der Amtmann umhergingen und prüften und schätzten, dachte Peter, bis zum Tannenbühl ist es nicht weit. Der Kleine hat mir nicht geholfen. So will ich es einmal mit dem Großen versuchen.

Er lief dem Tannenbühl zu, sehr schnell. Es war ihm[84], als er an dem Platz vorbeirannte, wo er das Glasmännlein zuerst gesprochen hat, als halte ihn eine unsichtbare Hand auf. Aber er riß sich los und lief weiter bis an die Grenze. Kaum hat er «Holländer-Michel, Herr Holländer-Nüchel!» gerufen, als auch schon der riesengroße Flözer mit seiner Stange vor ihm stand.

«Na ja, du bist hier!» sprach der Holländer-Nüchel, «sie wollten dir die Haut abziehen und deinen Gläubigern verkaufen. Sei ruhig! Dein ganzer Jammer kommt von dem kleinen Glasmännlein, von dem Frömmler her. Wenn man schenkt, muß man gleich recht schenken, und nicht wie dieser Knauser. Doch komm, folge mir in mein Haus. Dort wollen wir sehen, ob wir die Freunde sind.»

«Die Freunde?» dachte Peter. «Was kann er denn von mir verlangen? Was kann ich an ihn verhandeln? Soll ich ihm dienen, oder?»

Sie gingen zuerst über einen steilen Waldsteig hinan. Sie standen dann mit einemmal an einer dunklen, tiefen, abschüssigen Schlucht. Der Holländer-Michel sprang den Felsen hinab. Bald war Peter in Ohnmacht gesunken. Michel machte sich so groß wie ein Kirchturm und reichte ihm einen Arm, so lang als ein Weberbaum, und eine Hand daran, so breit als der Tisch im Wirtshaus. Dann rief Michel mit einer Stimme, wie eine tiefe Totenglocke,

«Setz dich nur auf meine Hand und halte dich an den Fingern! So wirst du nicht fallen!»

Peter nahm Platz auf der Hand und hielt sich am Daumen des Riesen. Sie gingen weit und tief hinab, aber dennoch war es nicht dunkler. Im Gegenteil[85], die Tageshelle nahm zu.

Nun stand der Holländer-Michel nun in seiner früheren Gestalt vor einem Haus, so gut, als es reiche Bauern auf dem Schwarzwald haben.

Die Stube, worein Peter kam, unterschied sich durch nichts von den Stuben anderer Leute. Die hölzerne Wanduhr, der ungeheure Kachelofen, die breiten Bänke, die Gerätschaften auf den Gesimsen waren hier wie überall. Michel wies ihm einen Platz hinter dem großen Tisch an, ging dann hinaus und kam bald mit einem Krug Wein und Gläsern wieder.

Er goß ein, und nun schwatzten sie. Holländer-Michel erzählte von den Freuden der Welt, von fremden Ländern, schönen Städten und Flüssen.

«Wenn du im ganzen Körper Mut und Kraft, etwas zu unternehmen, hast, da können ein paar Schläge des dummen Herzens dich zittern machen. Und dann die Kränkungen der Ehre, das Unglück! Wozu soll sich ein vernünftiger Kerl um dergleichen bekümmern? Was hat dir wehe getan? Als dich letzthin einer einen Betrüger und schlechten Kerl nannte? Als der Amtmann kam, dich aus dem Haus zu werfen? Was hat dir wehe getan?»

«Mein Herz», sprach Peter.

Er preßte die Hand auf die Brust.

«Du hast hundert Gulden an schlechte Bettler und anderes Gesindel weggeworfen. Was hat es dir genützt?[86] Sie haben dir einen gesunden Leib gewünscht. Ja, bist du deswegen gesünder geworden? Nein. Aber kannst du einen Arzt halten. Und was war es, das dich trieb, in die Tasche zu fahren, so oft ein Bettelmann seinen zerlumpten Hut hinstreckte? Dein Herz, auch wieder dein Herz! Deine Augen, deine Zunge, deine Arme, deine Beine? Nein! Sondern dein Herz. Du hast dir es, wie man richtig sagt, zu sehr zu Herzen genommen.»

«Aber wie kann man sich denn angewöhnen, dass es nicht mehr so ist[87]? Mein Herz pocht und tut mir wehe.»

«Du armer Schelm», rief Michel mit Lachen, «du kannst nichts dagegen tun. Aber gib mir das Ding, und du wirst sehen, wie gut du es dann hast[88]

«Mein Herz?» schrie Peter mit Entsetzen, «da will ich sterben! Nimmer!»

«Ja, wenn dir ein Chirurg das Herz aus dem Leibe operiert, da willst du sterben. Bei mir ist dies ein anderes Ding. Doch komm herein und überzeuge dich selbst!»[89]

Michel stand bei diesen Worten auf, öffnete eine Kammertüre und führte Peter hinein. Sein Herz zog sich krampfhaft zusammen, als er über die Schwelle trat; aber er achtete es nicht.

Der Anblick war sonderbar und überraschend! Auf mehreren Gesimsen von Holz standen Gläser, mit Flüssigkeit. In jedem dieser Gläser lag ein Herz. Auch waren an den Gläsern Zettel angeklebt und Namen darauf geschrieben. Peter las: da war das Herz des Amtmanns in E, das Herz des dicken Ezechiel, das Herz des Tanzbodenkönigs, das Herz des Oberförsters; da waren sechs Herzen von Kornwucherern[90], acht von Werbeoffizieren[91], drei von Geldmaklern und so weiter. Es war eine Sammlung der angesehensten Herzen in der Umgebung.

«Schau!» sprach Holländer-Michel, «diese alle haben des Lebens Ängste und Sorgen weggeworfen. Keines dieser Herzen schlägt mehr ängstlich und besorgt. Ihre ehemaligen Besitzer befinden sich wohl dabei.»

«Aber was tragen sie denn jetzt dafür in der Brust?» fragte Peter.

«Dies», antwortete Michel und reichte ihm aus einem Schubfach ein steinernes Herz.

«So?» erwiderte Peter. «Ein Herz von Marmelstein? Aber, horch einmal, Herr Holländer-Michel, das ist sehr kalt in der Brust.»

«Freilich, aber ganz angenehm kühl. Warum soll denn ein Herz warm sein? Im Winter nützt dir die Wärme nichts. Da hilft Kirschwein mehr als ein warmes Herz. Im Sommer, wenn alles schwül und heiß ist, du glaubst nicht, wie dann ein solches Herz abkühlt! Und weder Angst noch Schrecken, weder törichtes Mitleiden noch anderer Jammer pocht an solch ein Herz.»

«Und das ist alles, was Sie mir geben können?» fragte Peter unmutig, «ich hoffe auf Geld, und Sie wollen mir einen Stein geben!»

«Nun, ich denke, an hunderttausend Gulden hast du fürs erste genug. Du kannst bald ein Millionär werden.»

«Hunderttausend?» rief der arme Köhler. «Nun, so poche doch nicht in meiner Brust! Gut, Michel; wo ist der Stein und das Geld? Sie können mein Herz nehmen!»

«Du bist ein vernünftiger Bursche», antwortete der Holländer, «komm, laß uns noch eins trinken, und dann will ich das Geld auszahlen.»

So setzten sie sich wieder in die Stube zum Wein. Sie tranken und tranken wieder. Bald verfiel Peter in einen tiefen Schlaf.

Satz um fünf Gulden – ставка в пять гульденов.

zwei Augen höher – на два очка выше.

will nicht mehr lange säumen zum Auspfänden – будет недолго медлить с описью имущества.

kehrte den Rock um – вывернул камзол наизнанку.

Mit dir ist’s aus. – С тобой покончено.

was man davon hat, wenn man meinen Rat verachtet – что бывает, когда пренебрегают моими советами.

es war ihm – ему показалось.

ließ Peter das Geld fallen – Петер выронил деньги.

überzeuge dich selbst – сам убедись.

im Gegenteil – напротив.

Was hat es dir genützt? – Какой тебе с этого прок?

dass es nicht mehr so ist – чтобы больше так не было.

wie gut du es dann hast – как тебе будет хорошо.

Kornwucherer – скупщик зерна.

Werbeoffizieren – офицеры-вербовщики.

10

Peter erwachte beim fröhlichen Schmettern eines Posthorns. Er saß in einem schönen Wagen. Er fuhr auf einer breiten Straße dahin. Als er sich aus dem Wagen bog, sah er hinter sich den Schwarzwald. Er rief:

«Der Kohlenmunk-Peter bin ich, und kein anderer!»

Er wunderte sich über sich selbst. Er konnte gar nicht wehmütig warden – als er jetzt zum erstenmal aus der stillen Heimat auszog; als er an seine Mutter dachte. Es war ihm alles gleichgültig.

«Ach, freilich», sagte er dann, «Tränen und Seufzer, Heimweh und Wehmut kommen aus dem Herzen. Dank dem Holländer-Michel, mein Herz ist kalt und von Stein.»

Er legte seine Hand auf die Brust, und es war ganz ruhig dort und rührte sich nichts.

«Wenn er mit den Hunderttausenden so gut Wort hielt wie mit dem Herz, so soll es mich freuen», sprach Peter und fing an, seinen Wagen zu untersuchen. Er fand Kleidungsstücke, aber kein Geld. Endlich stieß er auf eine Tasche und fand viele tausend Taler in Gold und Scheinen auf Handlungshäuser[92] in allen großen Städten.

«Jetzt habe ich alles!», dachte Peter. Er setzte sich bequem in die Ecke des Wagens und fuhr in die weite Welt[93].

Er fuhr zwei Jahre in der Welt umher und schaute aus seinem Wagen links und rechts an den Häusern hinauf. Er lief dann in der Stadt umher und sah die schönsten Sehenwürdigkeiten. Aber es freute ihn nichts, kein Bild, kein Haus, keine Musik, kein Tanz; sein Herz von Stein nahm an nichts Anteil[94]. Seine Augen, seine Ohren waren abgestumpft für alles Schöne.

Nichts war ihm mehr geblieben als die Freude an Essen und Trinken und der Schlaf. So lebte er, indem er ohne Zweck durch die Welt reiste. Peter speiste zu seiner Unterhaltung und schlief aus Langeweile. Hier und da erinnerte er sich zwar, dass er fröhlicher, glücklicher war, als er noch arm war und arbeitete. Da freuten ihn jede schöne Aussicht, Musik und Gesang. Da war er gefreut auf die einfache Kost, die ihm die Mutter brachte.

Wenn er so über die Vergangenheit nachdachte, war er sehr traurig. Er jetzt nicht einmal lachte, und sonst lachte er über den kleinsten Scherz. Wenn andere lachten, so verzog er nur aus Höflichkeit den Mund. Sein Herz lachte nicht mit. Er fühlte dann, dass er zwar überaus ruhig war. Aber zufrieden fühlte er sich doch nicht. Es war nicht Heimweh oder Wehmut, sondern Öde, Überdruß, freudenloses Leben, was ihn endlich wieder zur Heimat trieb.

11

Als Peter von Straßburg kam und den dunklen Wald seiner Heimat erblickte, als sein Ohr die heimatlichen Klänge vernahm, da fühlte er schnell an sein Herz. Sein Blut wallte starker. Aber er hatte ein Herz von Stein; und Steine sind tot und lächeln und weinen nicht.

Peter kam zu Holländer-Michel, der ihn mit alter Freundlichkeit aufnahm.

«Michel», sagte Peter zu ihm, «gereist habe ich alles gesehen. Aber hatte ich nur Langeweile. Der Stein, den ich in der Brust trage, schützt mich zwar vor manchem. Ich erzürne mich nie, ich bin nie traurig. Aber ich freue mich auch nie. Können Sie das Steinherz nicht ein wenig beweglicher machen? Oder wo ist mein altes Herz? Es war doch munter und ein fröhliches Herz.»

Der Waldgeist lachte grimmig und bitter:

«Wenn du einmal tot bist, Peter Munk», antwortete Michel, «dann sollst du dein weiches, rührbares Herz wieder haben. Und du kannst dann fühlen, was kommt, Freude oder Leid. Aber hier oben kann es nicht mehr dein werden! Doch, Peter, hör mal. Setze dich jetzt hier irgendwo im Wald, baue ein Haus, heirate, treibe dein Vermögen um[95]. Du brauchst nur Arbeit. Du war müßig, so hattest du Langeweile, und schiebst jetzt alles auf dieses unschuldige Herz.»

Peter sah ein, dass Michel recht hat. Er nahm sich vor, reich und immer reicher zu werden. Michel schenkte ihm noch einmal hunderttausend Gulden und entließ ihn als seinen guten Freund.

Bald sagte man im Schwarzwald, der Kohlenmunk-Peter oder Spielpeter ist wieder da und noch viel reicher als zuvor. Es ging auch jetzt wie immer. Die Leute schüttelten ihm die Hand, lobten sein Pferd, fragten nach seiner Reise. Als er wieder mit dem dicken Ezechiel um Taler spielte, stand er in der Achtung so hoch als je.

Er trieb jetzt aber nicht mehr das Glashandwerk, sondern den Holzhandel. Und sein Hauptgeschäft war, mit Korn und Geld zu handeln. Der halbe Schwarzwald wurde ihm schuldig. Peter lieh Geld nur auf zehn Prozente. Er verkaufte Korn an die Armen, die nicht gleich zahlen konnten, um den dreifachen Wert.

Mit dem Amtmann stand er jetzt in enger Freundschaft. Wenn keiner Herrn Peter Munk bezahlte, so ritt der Amtmann mit seinen Schergen hinaus, schätzte Haus und Hof, verkaufte flugs und trieb Vater, Mutter und Kind in den Wald.

Die armen Ausgepfändeten belagerten dann seine Türe. Die Männer flehten um Nachsicht. Die Weiber suchten das steinerne Herz zu erweichen. Die Kinder winselten um ein Stücklein Brot. Aber als er sich ein paar tüchtige Hunde kaufte, hörte diese Katzenmusik bald auf. Er pfiff und hetzte, und die Bettelleute flogen schreiend auseinander.

Am meisten Beschwerde machte ihm das alte Weib. Das war Frau Munk, Peters Mutter. Sie war in Not und Elend geraten. Da kam sie nun zuweilen, alt, schwach und gebrechlich, vor das Haus. Hinein wagte sie sich nimmer. Aber das kalte Herz war nimmer gerührt von von den bittenden Blicken, von der welken Hand, von der hinfälligen Gestalt. Mürrisch zog Peter, wenn sie sonnabends an die Türe pochte, eine Münze, schlug die in ein Papier und gab ihr durch einen Knecht. Er vernahm ihre Stimme, wenn sie dankte. Aber er dachte weiter nicht mehr daran.

Endlich kam Peter auch auf den Gedanken zu heiraten. Im ganzen Schwarzwald wollte jeder Vater ihm gerne seine Tochter geben. Aber er war schwierig in seiner Wahl. Peter ritt umher im ganzen Wald, schaute hier, schaute dort. Keine der schönen Schwarzwälderinnen dünkte ihm schön genug.

Endlich, hörte er eines Tages, die Schöne und Tugendsamste im ganzen Wald war eines armen Holzbauers Tochter. Ihr Name war Lisbeth. Sie war nett, bescheiden, gescheit und fleißig. Als Peter von diesem Wunder hörte, beschloß er, um sie zu werben. Er ritt nach der Hütte.

Der Vater der schönen Lisbeth empfing den vornehmen Herrn mit Staunen. Er erstaunte noch mehr: der reiche Herr Peter will sein Schwiegersohn warden! Der Vater sagte «genau», ohne die schöne Lisbeth zu fragen. Das gute Kind war so folgsam, dass sie ohne Widerrede Peters Frau wurde.

12

Aber es war der Armen nicht sehr gut. Sie konnte Herrn Peter nichts zu Dank machen[96]. Sie hatte Mitleiden mit armen Leuten. Ihr Eheherr war reich. Sie dachte, es ist keine Sünde, einem armen Bettelweib oder einem alten Mann einen Pfennig zu geben. Aber als Herr Peter dies eines Tages merkte, sprach er mit rauher Stimme:

«Warum verschleuderst du mein Vermögen an Lumpen und Straßenläufer? Hast du was mitgebracht ins Haus, das du wegschenken kannst? Mit deines Vaters Bettelstab kann man keine Suppe wärmen. Du wirfst das Geld aus wie eine Fürstin! Du willst meine Hand fühlen!»

Die schöne Lisbeth weinte in ihrer Kammer über den harten Sinn ihres Mannes. Ach, sie wussten nicht, dass er ein Herz von Marmor hat.

So oft sie aber jetzt unter der Türe saß, und es ging ein Bettelmann vorüber und zog den Hut, so drückte sie die Augen zu, das Elend nicht zu schauen. Und die Leute sagten, dass die schöne Lisbeth noch geiziger als Peter Munk ist.

Eines Tages saß Frau Lisbeth wieder vor dem Haus und spann und murmelte ein Liedchen dazu. Das Wetter ist schön. Herr Peter ist ausgeritten. Da kommt ein altes Männlein, das trägt einen großen, schweren Sack. Teilnehmend sieht ihm Frau Lisbeth zu.

Indes keucht und wankt das Männlein heran.

«Ach, habt die Barmherzigkeit, Frau, und reichet mir nur einen Trunk Wasser!» sprach das Männlein. «Ich kam nicht weiter.»

«Aber Sie sollen nicht mehr so schwer tragen», sagte Frau Lisbeth.

«Ich bin der Bote, ich bin sehr arm», antwortete er, «eine reiche Frau weiß nicht, wie wehe Armut tut.»

Als sie dies hörte, eilte sie in das Haus. Sie nahm einen Krug und füllte ihn mit Wasser. Als sie zurückkehrte und das Männlein sah, wie es so elend und verkümmert auf dem Sack saß, da fühlte sie inniges Mitleid, bedachte, dass ja ihr Mann nicht zu Hause ist. So stellte sie den Wasserkrug beiseite, nahm einen Becher und füllte ihn mit Wein. Dann legte sie ein gutes Roggenbrot darauf und brachte es dem Alten.

«So, Wein ist besser als Wasser», sprach sie.

Das Männlein trank und sprach dann:

«Ich bin alt. Aber ich habe wenige Menschen gesehen, die so mitleidig, so schön und herzlich waren. Es wird Ihnen dafür auch recht wohl gehen auf Erden; solch ein Herz bleibt nicht unbelohnt.»

«Nein! Den Lohn soll sie jetzt haben!» schrie eine schreckliche Stimme.

Als sie sich umsahen, war es Herr Peter mit blutrotem Gesicht.

«Du gießest meinen Wein an Bettelleute aus! Du gibst meinen Becher an die Lippen der Straßenläufer! Da, nimm deinen Lohn!»

Frau Lisbeth stürzte zu seinen Füßen und bat um Verzeihung. Aber das steinerne Herz kannte kein Mitleid. Peter drehte die Peitsche um, die er in der Hand hielt, und schlug sie mit dem Handgriff so heftig vor die schöne Stirne, dass sie leblos dem alten Mann in die Arme sank.

13

Peter bückte sich herab, zu schauen, ob noch Leben in ihr war, aber das Männlein sprach mit wohlbekannter Stimme:

«Kohlenpeter; es war die schönste und lieblichste Blume im Schwarzwald, aber du hast sie zertreten. Nie mehr wird sie wieder blühen.»

Peter sprach:

«Also Sie sind es, Herr Schatzhauser? Nun, was geschehen ist, ist geschehen»[97].

«Elender!» erwiderte das Glasmännlein. «Du hast deine Seele an den Bösen verkauft![98]»

«Ich habe mein Herz verkauft!» schrie Peter, «und ist niemand daran schuld als du und deine betrügerischen Schätze. Du hast mich ins Verderben geführt! Warum suchte ich bei einem anderen Hilfe? Auf dir liegt die ganze Verantwortung.»

Aber das Glasmännlein wurde hoch und breit. Seine Augen waren so groß wie Suppenteller. Sein Mund war wie ein Backofen. Peter warf sich auf die Knie, und sein steinernes Herz schützte ihn nicht.

Mit Geierskrallen packte ihn der Waldgeist im Nacken, drehte ihn um, und warf ihn dann zu Boden.

«Erdenwurm!» rief der Glasmann, «Du hast gegen den Herrn des Waldes gefrevelt. Ich gebe dir acht Tage Frist. Bekehrst du dich nicht zum Guten[99], so komme ich und zermalme[100] dein Gebein, und du fährst hin in deinen Sünden.»

Es war schon Abend, als einige Männer, die vorbeigingen, den reichen Peter Munk sahen. Sie wandten ihn hin und her und suchten, ob noch Atem in ihm war. Lange war ihr Suchen vergebens. Endlich ging einer in das Haus und brachte Wasser herbei und besprengte ihn. Da stöhnte Peter und schlug die Augen auf. Er fragte dann nach Frau Lisbeth; aber keiner hat sie gesehen.

Peter dankte den Männern für ihre Hilfe, schlich sich in sein Haus und suchte überall. Aber Frau Lisbeth war weder im Keller noch auf dem Boden. Wie er nun so ganz allein war, da kamen ihm sonderbare Gedanken. Er fürchtete sich vor nichts, denn sein Herz war ja kalt. Aber dachte er an den Tod seiner Frau. Es quälte ihn auch nachts im Traume. Er wachte an einer süßen Stimme auf:

«Peter, schaff dir ein wärmeres Herz!»

Wenn er erwacht war, schloß er doch schnell wieder die Augen. Es war Frau Lisbeth!

nichts zu Dank machen – ничем угодить.

was geschehen ist, ist geschehen – что случилось, то случилось.

Du hast deine Seele an den Bösen verkauft! – Ты продал свою душу дьяволу!

bekehrst du dich nicht zum Guten – если ты не обратишься к добру.

zermalmen – размягчить; стереть в порошок.

Scheinen auf Handlungshäuser – ассигнации на торговые дома.

in die weite Welt – по белу свету, по миру.

sein Herz nahm an nichts Anteil – его сердце ничего не трогало.

treibe dein Vermögen um – пусти свой капитал в оборот.

14

Den anderen Tag ging Peter ins Wirtshaus. Dort traf er den dicken Ezechiel. Peter setzte sich zu ihm, sie sprachen dies und jenes, vom schönen Wetter, vom Krieg, von den Steuern und endlich auch vom Tod. Da fragte Peter den Dicken, was er denn vom Tod halte. Ezechiel antwortete ihm, dass man den Leib begrabe. Die Seele will entweder auf zum Himmel oder hinab in die Hölle fahren.

«Also begräbt man das Herz auch?» fragte der Peter.

«Genau, das wird auch begraben.»

«Wenn aber einer sein Herz nicht mehr hat?» fuhr Peter fort.

Ezechiel sah ihn bei diesen Worten schrecklich an.

«Was willst du damit sagen? Willst du mich foppen? Meinst du, ich habe kein Herz?»

«Oh, Herz genug, so fest wie Stein», erwiderte Peter.

Ezechiel sprach dann:

«Woher weißt du es? Oder pocht vielleicht das deinige auch nicht mehr?»

«Pocht nicht mehr, wenigstens nicht hier in meiner Brust!» antwortete Peter Munk. «Aber sag mir, wie wird es gehen mit unseren Herzen?»[101]

«Warum?» fragte Ezechiel. «Du hast genug auf Erden. Das ist sehr bequem.»

«Und die Hölle?»

«Ich habe mal einen Schulmeister darüber gefragt», sagte Ezechiel. «Er sagte mir, dass nach dem Tod die Herzen gewogen werden[102]. Die leichten steigen auf. Die schweren sinken hinab. Unsere Steine sind sehr schwer.»

«Ach», erwiderte Peter, «mein Herz ist sehr teilnahmslos und gleichgültig.»

So sprachen sie. Aber in der nächsten Nacht hörte er fünf oder sechsmal die bekannte Stimme:

«Peter, schaff dir ein wärmeres Herz!»

Peter empfand keine Reue, dass er Lisbeth getötet. Aber immer hörte nachts diese Stimme. Und immer dachte er an den Waldgeist und seine schreckliche Drohung. Am siebenten Morgen sprang er auf von seinem Lager und rief:

«Ich will mir ein wärmeres Herz schaffen! Der gleichgültige Stein in meiner Brust macht mir das Leben nur langweilig und öde.»

Peter setzte sich auf sein Pferd und ritt dem Tannenbühl zu.

15

Im Tannenbühl, wo die Bäume dichter standen, saß er ab, und band sein Pferd an. Als er vor der dicken Tanne stand, hub er seinen Spruch an:

 
«Schatzhauser im grünen Tannenwald,
Du bist viele hundert Jahre alt,
Dein ist alle Land, wo Tannen stehen,
Läßt dich nur Sonntagskindern sehen.»
 

Da kam das Glasmännlein hervor, aber nicht freundlich und traulich wie sonst, sondern düster und traurig. Es hatte ein Röcklein an von schwarzem Glas. Peter wusste wohl, um wen er trauerte.

«Was willst du von mir, Peter Munk?» fragte der Glasmann.

«Ich habe noch einen Wunsch, Herr Schatzhauser», antwortete Peter.

«Können Steinherzen noch wünschen?» sagte der Glasmann. «Du hast alles, was du für deinen schlechten Sinn bedarfst. Kann ich deinen Wunsch erfüllen?»

«Aber Sie haben mir doch drei Wünsche zugesagt. Einen habe ich immer noch übrig.»

«Doch kann ich ihn versagen, wenn er töricht ist», fuhr der Waldgeist fort. «Ich will hören, was du willst.»

«So nehmen Sie mir den toten Stein heraus! Geben Sie mir mein lebendiges Herz!» sprach Peter.

«Habe ich den Handel mit dir gemacht?» fragte das Glasmännlein, «bin ich der Holländer-Michel, der Reichtum und kalte Herzen schenkt? Dort, bei ihm mußt du dein Herz suchen.»

«Ach, Michel gibt es nimmer zurück», antwortete Peter.

«Du Tunichtgut, Peter Munk», sprach der Glasmann. «Aber weil dein Wunsch nicht töricht ist, so will ich dir helfen. So höre. Dein Herz kannst du mit keiner Gewalt mehr bekommen, wohl aber durch List. Michel bleibt doch nur der dumme Michel. So gehe denn geradewegs zu ihm hin und tue, wie ich dich sage.»

Der Glasmann gab ihn ein Kreuzlein aus reinem Glas.

«Er kann dir nicht schaden. Er wird dich frei lassen, wenn du ihm dies vorhalten und dazu beten wirst.»

Peter Munk nahm das Kreuzlein und ging weiter nach Holländer-Michels Behausung. Er rief dreimal seinen Namen, und alsobald stand der Riese vor ihm.

16

«Du hast dein Weib erschlagen?» fragte Michel ihn mit schrecklichem Lachen. «Sie hat dein Vermögen an das Bettelvolk gebracht. Aber du sollst außer Landes gehen, denn es wird Lärm machen, wenn man sie nicht findet. Du brauchst wohl Geld und kommst, um es zu holen?»

«Das stimmt»[103], erwiderte Peter, «und viel Geld, denn nach Amerika ist es weit.»

Michel ging voran und brachte ihn in seine Hütte. Dort schloß er eine Truhe auf, worin viel Geld lag. Michel langte ganze Rollen Gold[104] heraus. Peter sprach:

«Du bist ein naiv, Michel. Du denkst, ich habe einen Stein in der Brust und du hast mein Herz!»

«Und ist es denn nicht so?» fragte Michel. «Fühlst du denn dein Herz? Ist es nicht kalt wie Eis? Hast du Furcht oder Gram?»

«Du hast mein Herz nur stillstehen lassen[105]. Aber ich habe es in meiner Brust! Und Ezechiel auch. Er hat es mir gesagt, dass du uns angelogen hast. Du kannst nicht zaubern.»

«Aber ich versichere dir», rief Michel unmutig, «du und Ezechiel und alle reichen Leute, die mit mir sprachen, haben solche kalten Herzen wie du. Ihre rechten Herzen habe ich hier in meiner Kammer.»

«Das ist das Lügen!» lachte Peter. «Auf meinen Reisen habe ich solche Kunststücke gesehen. Deine Herzen hier sind aus Wachs. Du bist ein reicher Kerl, Michel; aber zaubern kannst du nicht.»

Da ergrimmte der Riese und riß die Kammertüre auf.

«Komm herein und lies! Schau, das ist Peter Munks Herz; siehst du, wie es zuckt? Kann man das aus Wachs machen?»

«Und doch ist es aus Wachs», antwortete Peter. «So schlägt ein rechtes Herz nicht. Ich habe das meinige noch in der Brust. Nein, zaubern kannst du nicht!»

«Aber ich will es dir beweisen!» rief Michel. «Du sollst es selbst fühlen, dass dies dein Herz ist!»

Michel nahm es, riß Peters Wams auf und nahm einen Stein aus seiner Brust und zeigte ihn vor. Dann nahm er das Herz und setzte es behutsam an seine Stelle. Alsobald fühlte Peter, wie es pochte.

«Na und?» fragte Michel. «Was sagst du dazu?»

«Na ja, du hast Recht», antwortete Peter.

Dann zog Peter sein Kreuzlein aus der Tasche.

«Nicht wahr? Und zaubern kann ich, das siehst du! Aber komm, jetzt will ich dir den Stein wieder hineinsetzen.»

«Halt, Michel!» rief Peter.

Peter trat einen Schritt zurück und hielt ihm das Kreuzlein entgegen. Und zugleich fing er an zu beten.

Da wurde Michel kleiner und immer kleiner[106]. Er fiel nieder und wand sich hin und her wie ein Wurm. Er ächzte und stöhnte. Alle Herzen umher fingen an zu zucken und zu pochen. Peter fürchtete sich, er rannte zur Kammer und zum Haus hinaus. Er hörte, dass Michel stampfte und tobte und ihm schreckliche Flüche nachschickte.

17

Peter lief dem Tannenbühl zu. Ein schreckliches Gewitter zog auf. Blitze fielen links und rechts an ihm nieder und zerschmetterten die Bäume. Aber er kam wohlbehalten in dem Revier des Glasmännleins an.

Sein Herz pochte freudig. Peter dachte an Frau Lisbeth, sein schönes, gutes Weib, das er aus Geiz gemordet. Er weinte heftig, als er an Glasmännleins Hügel kam.

Der Glasmann saß schon unter dem Tannenbaum und rauchte aus einer kleinen Pfeife.

«Warum weinst du, Kohlenpeter?» fragte er. «Hast du dein Herz nicht erhalten? Was ist in deiner Brust?»

«Ach, Herr!» seufzte Peter, «als ich noch das kalte Steinherz trug, da weinte ich nie. Meine Augen waren so trocken wie das Land im Juli. Jetzt aber will das alte Herz zerbrechen. Was habe ich getan?! Ich habe meine Schuldner ins Elend gejagt. Ich habe die Hunde auf Arme und Kranke gehetzt. Meine Peitsche auf ihre schöne Stirne fiel!»

«Peter! Du warst ein großer Sünder!» sprach das Männlein. «Das Geld und der Müßiggang haben dich verdorben. Dein Herz war ein Stein. Keine Reue, kein Mitleid. Aber Reue versöhnt.»

«Ich will nichts mehr», antwortete Peter. «Mit mir ist es aus[107]. Was soll ich so allein auf der Welt tun? Meine Mutter verzeiht mir nimmer, was ich ihr getan. Ich bin ein Ungeheuer! Und Lisbeth, meine Frau! Schlagen Sie mich lieber auch tot, Herr Schatzhauser; dann habe ich mein Ende.»

«Gut», erwiderte das Männlein, «so kannst du es haben. Meine Axt habe ich bei der Hand.»

Er nahm ganz ruhig sein Pfeiflein aus dem Mund, klopfte es aus und steckte es ein. Dann stand er langsam auf und ging hinter die Tannen. Peter aber setzte sich ins Gras. Er erwartete geduldig den Todesstreich. Nach einiger Zeit hörte er leise Tritte hinter sich und dachte:

«Jetzt wird er kommen.»

«Schau dich um[108], Peter Munk!» rief das Männlein.

18

Peter schaute sich um und sah seine Mutter und Lisbeth, seine Frau, die ihn freundlich anblickten.

Da sprang er freudig auf:

«So bist du nicht tot, Lisbeth; und auch du bist da, Mutter! Hast du mir vergeben?»

«Sie wollen dir verzeihen», sprach das Glasmännlein, «weil du wahre Reue fühlst. Zieh jetzt heim in deines Vaters Hütte und sei ein Köhler wie zuvor. Du wirst dein Handwerk ehren. Deine Nachbarn werden dich mehr lieben und achten, als wenn du zehn Tonnen Goldes hast.»

So sprach das Glasmännlein und nahm Abschied von ihnen. Die drei lobten und segneten es und gingen heim.

Das prachtvolle Haus des reichen Peters stand nicht mehr. Der Blitz hat es angezündet und mit all seinen Schätzen niedergebrannt. Aber nach der väterlichen Hütte war es nicht weit. Dorthin gingen sie. Der große Verlust bekümmerte sie nicht.

Aber wie staunten sie, als sie an die Hütte kamen! Das war ein schönes Bauernhaus, und alles darin war einfach, gut und reinlich.

«Das hat das gute Glasmännlein getan!» rief Peter.

«Wie schön!» sagte Lisbeth. «Und hier ist mir viel heimischer als in dem großen Haus mit dem vielen Gesinde.»

Peter Munk wurde ein fleißiger und wackerer Mann. Er war zufrieden mit dem, was er hatte. Er zankte nie mehr mit Frau Lisbeth. Er ehrte seine Mutter und gab den Armen, die an seine Türe pochten. Als nach Jahr und Tag Frau Lisbeth von einem schönen Knaben genas, ging Peter nach dem Tannenbühl und sagte sein Sprüchlein. Aber das Glasmännlein zeigte sich nicht.

«Herr Schatzhauser!» rief Peter laut, «ich will ja nichts anderes, als Ihnen zu Gevatter bitten bei meinem Söhnlein!»

Aber es gab keine Antwort. Nur ein kurzer Windstoß sauste durch die Tannen und warf einige Tannenzapfen herab ins Gras.

«So will ich dies mitnehmen», rief Peter.

Er steckte die Zapfen in die Tasche und ging nach Hause. Aber als er zu Hause das Sonntagswams auszog und seine Mutter die Taschen umwandte und das Wams in den Kasten legen wollte, da fielen vier stattliche Geldrollen heraus[109]. Das war das Patengeschenk des Männleins im Tannenwald für den kleinen Peter.

So lebten sie still. Und als Peter Munk schon graue Haare hatte, sagte er:

«Es ist doch besser, zufrieden zu sein mit wenigem, als Gold und ein kaltes Herz haben!»

wie wird es gehen mit unseren Herzen? – как там будет обстоять дело с нашими сердцами?

Da wurde Michel kleiner und immer kleiner. – Тут Михель стал уменьшаться.

Mit mir ist es aus. – Со мной покончено.

Schau dich um. – Оглянись-ка.

da fielen vier stattliche Geldrollen heraus – оттуда выпали четыре солидных столбика золотых монет.

nach dem Tod die Herzen gewogen warden – после смерти сердца будут взвешивать.

Das stimmt. – так точно.

ganze Rollen Gold – целые столбики золотых монет.

Du hast mein Herz nur stillstehen lassen. – Ты просто остановил моё сердце.

Aufgaben zum Text

1. Отметьте лишнее слово в ряду.

1. erschliesen – aufschliesen – erstreben

– aufbereiten – roden

2. Coup – Dach – Bedachung – Uberdachung

– Bedeckung

3. gelten – zahlen – ausmachen – gelangen

– bedeuten

4. Kaufmann – Keller – Geschaftsmann

– Geschaftsbesitzer – Ladenbesitzer

2. Was haben die sieben Wochentage gemeinsam?

1. Wetter

2. das G

3. Zeit

4. Lange

5. das T

3. Подберите похожую русскую пословицу.

Der Hunger ist niemandes Freund.

4. Какая птица спасла Петера от змеи?

1. der Auerhahn

2. der Hahn

3. der Sperling

4. der Rabe

5. der Habicht

5. Как можно перевести фразу: «So geht es nicht mehr weiter»?

1. Надо идти дальше.

2. Дальше идти не стоит.

3. Так больше продолжаться не может.

4. Он побудет со мной.

5. Больше мы не дружим.

6. Выберите нужную форму артикля: «von dem oberen Neckar _______ Rhein hinab».

1. der

2. den

3. das

4. dem

5. ein

7. Как Стеклянный человечек назвал в гневе Петера?

1. Ziegenbock

2. Erdenwurm

3. Schwein

4. Igel

5. Hase

8. Wer war Lisbeth?

1. Peters Schwester

2. Michels Frau

3. armes Madchen

4. Holzbauers Tochter

5. Studentin

9. Выберите нужный глагол: «So __________ Sie mir den toten Stein heraus!»

1. fuhlen

2. meinen

3. kommen

4. nehmen

5. gehen

10. Как переводится выражение: «galt er fur drei»?

1. он работал за троих

2. он ел за троих

3. он спал за троих

4. он дрался за троих

5. он отвечал за троих

11. Определите соответствия.

Fleis zeigen, Handel treiben, in Angst versetzen, seinen Zorn unterdrucken, Stillschweigen bewahren

1. подавить гнев

2. повергнуть в страх

3. проявить усердие

4. хранить молчание

5. заниматься торговлей

12. Вставьте нужный предлог: «Sie hat dein Vermogen _____ das Bettelvolk gebracht».

1. in

2. an

3. um

4. vor

5. bei

13. Кем был по национальности Михель?

1. Spanier

2. Schwede

3. Finne

4. Italiener

5. Hollander

14. Какая отделяемая приставка должна быть в конце предложения: «Sein Herz lachte nicht _____»?

1. aus

2. um

3. vor

4. mit

5. vor

15. Вставьте местоимение в нужной форме и переведите предложение: «Was ficht’s ______ an?»

1. dein

2. deine

3. du

4. dir

5. dich

Antworten

1.

1. erstreben

2. Coup

3. gelangen

4. Keller

2.

5. das T: Montag – Dienstag – Mittwoch

– Donnerstag – Freitag – Samstag –

Sonntag

3.

Голод не тетка.

4.

1. der Auerhahn – глухарь

5.

3. Так больше продолжаться не может.

6.

2. den

7.

2. Erdenwurm

8.

4. Holzbauers Tochter

9.

4. nehmen

10.

1. он работал за троих

11.

1. подавить гнев – seinen Zorn unterdrucken;

2. повергнуть в страх – in Angst versetzen;

3. проявить усердие – Fleis zeigen;

4. хранить молчание – Stillschweigen bewahren;

5. заниматься торговлей – Handel treiben.

12.

2. an

13.

5. Hollander

14.

4. mit

15.

5. dich

Was ficht’s dich an? – А тебе какое до этого дело?

Немецко-русский словарь

A

Abend m (-s, – e) – вечер

abends – вечером, по вечерам

Abenteuer n (-s, =) – приключение

aber – но, однако

abergläubisch – суеверный

abgeben (gibt ab, gab ab, hat abgegeben) – отдавать, сдавать; вручать

abgehen (geht ab, ging ab, ist abgegangen) – исхаживать, обходить

abgejagt – см. abjagen

abgeknickt – см. abknicken

abgeraten – см. abraten

abgestumpft – см. abstumpfen

abjagen (jagt ab, jagte ab, hat abgejagt) – отбивать, отгонять

abknicken (knickt ab, knickte ab, ist abgeknickt) – надламывать, отламывать

abkühlen (kühlt ab, kühlte ab, hat abgekühlt) – охлаждать, остужать

abkühlt – см. abkühlen

abraten (rät ab, riet ab, hat abgeraten) – отговаривать

Abschied m (-(e)s, – e) – прощание, расставание

abschüssig – крутой, покатый, обрывистый

absetzen (setzt ab, setzte ab, hat abgesetzt) – отменять, прерывать, подчёркивать

absitzen (sitzt ab, saß ab, hat abgesessen) – спешиваться, слезть с коня

absondern (sondert ab, sonderte ab, hat abgesondert) – отделять, рассортировывать, сортировать

absondern, sich – отличаться

abspannen (spannt ab, spannte ab, hat abgespannt) – освобождать; распрягать

abstumpfen (stumpft ab, stumpfte ab, ist abgestumpft) – притуплять

abwenden (wendet ab, wandte ab, hat abgewandt) – отводить, отвести

abwerfen (wirft ab, warf ab, hat abgeworfen) – приносить прибыль

abziehen (zieht ab, zog ab, hat/ist abgezogen) – снимать

ach – ах!

acht – восемь

achten (achtet, achtete, hat geachtet) – уважать, следить за, наблюдать, позаботиться, ухаживать, обращать внимание

achtete – см. achten

Achtung f (=) – уважение; внимание

achtzehn – восемнадцать

ächzen (ächzt, ächzte, hat geächzt) – охать, кряхтеть

ächzte – см. ächzen

all – весь

alle – все

allein – один; только, лишь; только, исключительно

allerlei – всяческий

allerorten – везде, повсюду

alles – всё

als – когда, в качестве, чем; als wenn – словно, как будто

alsbald – тотчас

also – итак

alsobald – итак, вскоре

alt – старый

am = an dem

Amerika – Америка

Amsterdam n – Амстердам

Amtmann m (-(e)s, Amtmänner) – управляющий

an – у, на, к

anbieten (bietet an, bot an, hat angeboten) – предлагать

anbinden (bindet an, band an, hat angebunden) – привязывать

Anblick m (-(e)s, – e) – взгляд

anblicken (blickt an, blickte an, hat angeblickt) – посмотреть, взглянуть на кого-л.

anblickten – см. anblicken

ander – другой, иной

ändern (ändert, änderte, hat geändert) – поменять, изменить

aneinander – друг к другу

anfäglich – начальный, первоначальный

anfahren (fährt an, fuhr an, ist angefahren) – подъехать; пускать в ход

anfallen (fällt an, fiel an, ist angefallen) – достаться в наследство; овладевать; нападать

anfällst – см. anfallen

Anfang m (-s) – начало

anfangen (fängt an, fing an, hat angefangen) – начинать

anfüllen (füllt an, füllte an, hat angefüllt) – наполнять

angefahren – см. anfahren

angefüllt – см. anfüllen

angeklebt – см. ankleben

angelogen – см. anlügen

angenehm – приятный, угодный

angesehen – уважаемый

angewöhnen (gewöhnt an, gewöhnte an, hat angewöhnt) – приучать

angewöhnen, sich ~ – привыкнуть; научиться

angezündet – см. anzünden

Angst f (=, Ängste) – страх

ängstlich – боязливый, трусливый

anhalten (hält an, hielt an, hat angehalten) – останавливать

anheben (hebt an, hob/hub an, hat angehoben) – приподнять; заговорить

anhören (hört an, hörte an, hat angehört) – слушать

anklagen (klagt an, klagte an, hat angeklagt) – обвинять, обличать

ankleben (klebt an, klebte an, ist angeklebt) – приклеивать

ankommen (kommt an, kam an, ist angekommen) – прибывать, приезжать; ~ auf – зависеть от

anlügen (lügt an, log an, hat angelogen) – обманывать, врать; оклеветать

anpacken (packt an, packte an, hat angepackt) – схватить

ans = an das

ansah – см. ansehen

ansehen (sieht an, sah an, hat angesehen) – смотреть на кого-л.; ~ für А считать кем-то, чем-то

anstrengen (strengt an, strengte an, hat angestrengt) – напрягать

Antwort f (=, -en) – ответ

antworten (antwortet, antwortete, hat geantwortet) – отвечать

antwortete – см. antworten

anzufangen – см. anfangen

anzuklagen – см. anklagen

anzünden (zündet an, zündete an, hat angezündet) – зажигать

Apfelwein m (-(e)s, – e) – яблочное вино

Arbeit f (=, -en) – работа

arbeiten (arbeitet, arbeitete, hat gearbeitet) – работать

Arbeiter m (-s, =) – рабочий

arbeitete – см. arbeiten

ärgern (ärgert, ärgerte, hat geärgert) – злить(ся)

ärgerte – см. ärgern

arglistig – коварный, лукавый

arm – бедный

ärmlich – жалкий, убогий

Armut f (=) – бедность

Arzt m (-(e)s, Ärzte) – врач

Ast m (-es, Äste) – ветка, сук

auch – также, тоже, и

Auerhahn m (-(e)s, Auerhähne) – глухарь

auf – на

aufbäumen (sich) (bäumt sich auf, bäumte sich auf, hat sich aufgebäumt) – вставать; противиться; восставать

aufbehalten (behält auf, behielt auf, hat aufbehalten) – оставлять свободным

aufbereiten (bereitet auf, bereitete auf, hat aufbereitet) – подготавливать

auffordern (fordert auf, forderte auf, hat aufgefordert) – призывать, попросить

aufgesetzt – см. aufsetzten

aufhalten (hält auf, hielt auf, hat aufgehalten) – удерживать

aufhören (hört auf, hörte auf, hat aufgehört) – прекращать

aufnahm – см. aufnehmen

aufnehmen (nimmt auf, nahm auf, hat aufgenommen) – снимать; усваивать

aufreißen (reißt auf, riss auf, ist aufgerissen) – разорвать; распахнуть

aufschlagen (schlägt auf, schlug auf, hat aufgeschlagen) – открывать, раскрывать

aufschließen (schließt auf, schloss auf, hat aufgeschlossen) – отпирать

aufsetzen (setzte auf, aufgesetzt) – надевать, натягивать; sich ~ садиться

aufstehen (steht auf, stand auf, ist aufgestanden) – вставать, подниматься

aufwenden (wendet auf, wandte auf, hat aufgewandt) – затрачивать; приложить

aufziehen (zieht auf, zog auf, ist aufgezogen) – подниматься (о буре)

Auge n (-s, – n) – глаз

Augenblick m (-(e)s, – e) – миг, мгновение

aus – из, с

auseinander – врозь, далеко друг от друга; sich ~ tun раздвинуться, разойтись

ausgepfändete – разоблачённый

ausgeritten (reitet aus, ritt aus, ist ausgeritten) – выигрывать; выехать верхом

ausholen (holt aus, holte aus, hat ausgeholt) – расспрашивать

ausholte – см. ausholen

ausklopfen (klopft aus, klopfte aus, hat ausgeklopft) – выбивать

ausmachen (macht aus, machte aus, hat ausgemacht) – тушить, выключать

ausreiten (reitet aus, ritt aus, ist ausgeritten) – уехать верхом

aussehen (sieht aus, sah aus, hat ausgesehen) – выглядеть

außer – кроме

außerhalb – снаружи, за пределами

Aussicht f (=, -n) – вид

aussuchen (sucht aus, suchte aus, hat ausgesucht) – выбирать

auszahlen (zahlt aus, zahlte aus, hat ausgezahlt) – выплачивать

auszetzen (setzt aus, setzte aus, hat ausgesetzt) – отпускать

ausziehen (zieht aus, zog aus, ist ausgezogen) – съезжать, уезжать

auszog – см. ausziehen

auszusetzen – см. auszetzen

Axt f (=, Äxte) – топор

B

Backofen m (-s, =) – духовка

bald – скоро, вскоре

Balken m (-s, =) – балка, бревно

band – см. binden

Bangigkeit f (=, -en) – боязнь

Bank 1. f (=, Bänke) – скамейка; 2. f (=, -en) – банк

bar – наличный

Barmherzigkeit f (=, -en) – милосердие

Bart m (-(e)s, Bärte) – борода

Bärtchen n – бородка

bat – см. bitten

bauen (baut, baute, hat gebaut) – строить

Bauer m (-n, – n) – крестьянин

Bauernhaus n (-es, Bauernhäuser) – крестьянский дом

Bauholz n (Bauhölzer) – строительный лесоматериал, доски

Baum m (-(e)s, Bäume) – дерево

Baumschlagen n – рубка деревьев

Baumstamm m (-(e)s, Baumstämme) – ствол дерева

Becher m (-s, =) – кружка

bedachten (bedacht, bedachte, hat bedacht) – учитывать; обдумывать

Bedachung f (=, -n) – кровля

bedanken (bedankt, bedankte, hat bedankt) – благодарить

bedarfst – см. bedürfen

Bedekkung f (=, -n) – покрытие

bedeuten (bedeutet, bedeutete, hat bedeutet) – значить, означать

bedürfen (bedarf, bedurfte, hat bedurft) – нуждаться

beeilen (beeilt, beeilte, hat beeilt) – смешать, торопиться

beeilte – см. beeilen

befand – см. befinden

befinden (befindet, befand, hat befunden) – находиться

begegnen (begegnet, begegnete, ist begegnet) – встречать

begehren (begehrt, begehrte, hat begehrt) – жаждать, требовать

begehrt – см. begehren

Begierde f (=, -n) – вожделение; жажда

begraben (begräbt, begrub, hat begraben) – хоронить

begräbt – см. begraben

behalten (behält, behielt, hat behalten) – оставлять; держать

behauen (behaut, behaute, hat behauen) – обтёсывать

behaupten (behauptet, behauptete, hat behauptet) – утверждать

behaupteten – см. behaupten

Behausung f – жилище

behend – проворный, ловкий, быстрый

behielt – см. behalten

behutsam – осторожный

bei – у, около; на; при

beide – оба, обе

beim = bei dem

Bein n (-(e)s, – e) – нога

beinahe – почти, едва

Beinglas n – опаловое стекло

Beinkleider – брюки, штаны

beiseite – в стороне

bekannt – известный, знакомый

bekehren (bekehrt, bekehrte, hat bekehrt) – изменятиь образ мыслей

bekehrst – см. bekehren

bekennen (bekennt, bekannte, hat bekannt) – признаваться

bekommen (bekommt, bekam, hat bekommen) – получать

bekümmern (bekümmert, bekümmerte, hat bekümmert) – расстраивать, опечаливать

bekümmerte – см. bekümmern

belagern (belagert, belagerte, hat belagert) – осаждать

belagerten – см. belagern

belegen (belegt, belegte, hat belegt) – подтверждать

bellen (bellt, bellte, hat gebellt) – лаять

bemerken (bemerkt, bemerkte, hat bemerkt) – замечать

bemerkte – см. bemerken

benachbart – соседний

beneiden (beneidet, beneidete, hat beneidet/benieden) – завидовать

beneidete – см. beneiden

bequem – удобный

berechnen (berechnet, berechnete, hat berechnet) – рассчитывать, оценивать

berechnete – см. berechnen

Bereich m (-(e)s, – e) – область, территория

bereit – готовый к чем-л.

bereuen (bereut, bereute, hat bereut) – сожалеть

Berg m (-(e)s, – e) – гора

berühmt – знаменитый

berußt – основанный

beschäftigen (beschäftigt, beschäftigte, hat beschäftigt) – занимать(ся)

beschäftigt – см. beschäftigen

bescheiden – скромный

bescheiden (bescheidet, beschied, hat beschieden) – вызвать

beschenken (beschenkt, beschenkte, hat beschenkt) – одаривать

beschenkt – см. beschenken

beschließen (beschließt, beschloss, hat beschlossen) – принимать решение

beschloß – см. beschließen

Beschwerde f (=, -n) – жалоба

Beschwörung f – заклинание

besitzen (besitzt, besaß, hat besessen) – владеть; пользоваться

Besitzer m (-s, =) – владелец

besitzt – см. besitzen

besorgen (besorgt, besorgte, hat besorgt) – заботиться

besorglich – тревожный

besorgt – см. besorgen

besprengen (besprengt, besprengte, hat besprengt) – поливать, обрызгать

besprengte – см. besprengen

besser – лучше

best – лучший

bestanden – см. bestehten

bestehten (besteht, bestand, hat bestanden) – сдавать; состоять

Besuch m (-(e)s, – e) – посещение

besuchen (besucht, besuchte, hat besucht) – посещать

Bete f (=, -n) – свёкла

beten (betet, betete, hat gebetet) – молиться

betrübt – грустный

betrügen (betrügt, betrog, hat betrogen) – лгать; обманывать

Betrüger m (-s, =) – обманщик

betrügerisch – мошеннический

Bettelleute – попрошайки

Bettelmann m (-(e)s, Bettelmänner) – попрошайка

betteln (bettelt, bettelte, hat gebettelt) – просить

Bettelstab m (-(e)s, Bettelstäbe) – посох нищего; нищета

Bettelvolk n (-еs, Bettelvölkеr) – нищие

Bettelweib n (-(e)s, – er) – нищенка

Bettler m (-s, =) – нищий, попрошайка

Beutel m (-s, =) – карман; мешок, сумка

Beutelein n (-(e)s, =) – кошелёчек

bewahren (bewahrt, bewahrte, hat bewahrt) – защищать, уберегать

bewegen (bewegt, bewegte, hat bewegt) – двигать; склонять; шевелить

beweglich – передвижной

beweisen (beweist, bewies, hat bewiesen) – доказывать

Bewohner pl – жители

bewundern (bewundert, bewunderte, hat bewundert) – любоваться, восхищаться

bewunderte – см. bewundern

bezahlen (bezahlt, bezahlte, hat bezahlt) – оплачивать, платить

bezahlte – см. bezahlen

biegen (biegt, bog, ist gebogen) – огибать; сгибать

bieten (bietet, bot, hat geboten) – предлагать

Bild n (-(e)s, – er) – картина

bin – см. sein

binden (bindet, band, hat gebunden) – связывать, привязывать

bis – до

bist – см. sein

bitte – пожалуйста

bitten (bittet, bat, hat gebeten) – просить

bitter – горький

bittet – см. bitten

blasen (bläst, blies, hat geblasen) – дуть

blau – синий

bleiben (bleibt, blieb, ist geblieben) – оставаться

bleibt – см. bleiben

Blick m (-(e)s, – e) – взгляд, взор

blicken (blickt, blickte, hat geblickt) – смотреть, взглянуть

blies – см. blasen

Blitz m (-es, – e) – молния

blitzend – блестящий

blühen (blüht, blühte, hat geblüht) – цвести

Blume f (=, -n) – цветок

Blut n (-(e)s) – кровь

blutrot – кровавый

Boden m (-s, =/Böden) – земля; почва

bog – см. biegen

böse – злой, сердитый

bot – см. bieten

Bote m (-n, – n) – курьер, рассыльный

brachte – см. bringen

brannte – см. brennen

brauchen (braucht, brauchte, hat gebraucht) – нуждаться

brauchte – см. brauchen

brav – добрый, славный, честный

breit – широкий

breiten (breitet, breitete, hat gebreitet) – растягивать; расширять

breitschultrig – широкоплечий

brennen (brennt, brannte, hat gebrannt) – жечь, сжигать; гореть

Brennglas n – зажигательное стекло

Brett n (-(e)s, – er) – доска

bringen (bringt, brachte, hat gebracht) – приносить

Brot n (-(e)s, – e) – хлеб

brummen (brummt, brummte, hat gebrummt) – бормотать

brummte – см. brummen

Brust f (=, Brüste) – грудь

bücken (bückt, bückte, hat gebückt) – нагибаться, склоняться

bucket – см. bücken

Bursche m (-n, – n) – парень

C

Chirurg m (-en, – en) – хирург

Coup m (-en) – удар

D

da – там; здесь, тут

dabei – при (э)том

Dach n (-es, Dächer) – крыша

dachte – см. denken

dafür – для этого

dagegen – против этого

daher – оттуда

dahin – туда

damals – тогда

damit – с этим

Dank m (-(e)s) – благодарность

danken (dankt, dankte, hat gedankt) – благодарить

dankte – см. danken

dann – потом, затем

daran – на нём, на него

darauf – на нём/ней/них, на него/неё/них; после этого

darben (darbt, darbte, hat gedarbt) – терпеть нужду, бедствовать

darbst – см. darben

darf – см. dürfen

darin – в нём, внутри

darüber – над ним

darum – поэтому

dass – что

dauern (dauert, dauerte, hat gedauert) – продолжаться, длиться

Daumen m (-s, =) – большой палец

davon – от него

davonjagen (jagt davon, jagte davon, hat davongejagt) – умчаться; прогонять

davonjagte – см. davonjagen

dazu – к тому же, сюда же

dazutun (tut dazu, tat dazu, hat dazugetan) – прибавлять

dein (deine, dein; deine) – твой

demselbe – тот же (самый)

denken (denkt, dachte, hat gedacht) – думать

denn – потому что, так как

dennoch – однако

derb – крепкий; грубый

dergleich – то же самое

derselbe – тот же (самый)

deshalb – поэтому, по этой причине

desselbe – то же самое

desto – тем; чем

deswegen – поэтому

deutlich – чёткий

dich – тебя

dicht – густой; частый

dick – толстый

Dicke f (=, -n) – толщина

dienen (dient, diente, hat gedient) – служить

Dienstag m (-(e)s, – е) – вторник

dies – это; то

dieser (diese, dieses; diese) – этот

Ding n (-(e)s, – e) – вещь

dir – тебе

dismal – на этот раз

doch – но, однако

donnernd – гремящий

Donnerstag m (-(e)s, – е) – четверг

Dorf n (-(e)s, Dörfer) – деревня

Dörfer – см. Dorf

dörren (dörrt, dörrte, hat gedörrt) – вялить

dort – там

dorthin – там, туда

drauf – см. darauf

draußen – снаружи, на улице

drehen (dreht, drehte, hat gedreht) – вращать, вертеть

drehte – см. drehen

drei – три, трое

dreieinhalb – три с половиной

dreifach – тройной

dreimal – трижды

dreispitzig – трёхгранный

dreißig – тридцать

dringen (dringt, drang, ist gedrungen) – проникать

dritte – третий

drohen (droht, drohte, hat gedroht) – угрожать

drohend – угрожающий

Drohung f (=, -en) – угроза

Druck m (-es) – давление

drücken (drückt, drückte, hat gedrückt) – надавливать, нажимать

drückte – см. drücken

du – ты

Dukaten m (-(s), =) – дукат

dumm – глупый

Dummkopf m – дурак

dumpf – приглушённый

dunkel – тёмный; темно

dünken (dünkt, dünkte, hat gedünkt) – казаться

dünkte – см. dünken

durch – через; сквозь

dürfen (darf, durfte, hat gedurft) – мочь сделать что-л. с чего-л. разрешения

düster – мрачный

E

eben – именно, как раз, только что

Ecke f (=, -n) – угол

Eheherr m – муж

ehemalig – бывший, прежний

Ehre f (=, -n) – честь

ehren (ehrt, ehrte, hat geehrt) – чтить, уважать

Ehrenleute – уважаемые люди

ehrlich – честный

ehrte – см. ehren

ehrwürdig – преподобный; маститый

Eichhörnchen n (-s, =) – белка

Eifer m (-s) – усердие, рвение

eigen – собственный, свой

eilen (eilt, eilte, ist geeilt) – спешить, торопиться

eilte – см. eilen

einfach – простой; несложный

Einflüsterung f – нашёптывание; подсказка

einige – некоторые; несколько

einmal – (один) раз, однажды

eins – один

einsam – одинокий

einschlagen (schlägt ein, schlug ein, hat eingeschlagen) – вбивать; ударять по рукам

einsehen (sieht ein, sah ein, hat eingesehen) – понимать; соглашаться

Einsicht f (=, -еn) – благоразумие; понимание

einst – бывало; раньше

einstecken (steckt ein, steckte ein, hat eingesteckt) – подключать; убирать

einstreichen (streicht ein, strich ein, hat eingestrichen) – намазывать; покрывать

einstrich – см. einstreichen

einzig – единственный

Eis n (-es, =) – лёд; мороженое

eitel – тщеславный; суетный

elend – жалкий, убогий

elf – одиннадцать

empfand – см. empfinden

empfangen (empfängt, empfing, hat empfangen) – получать; встречать

empfinden (empfindet, empfand, hat empfunden) – чуствовать, воспринимать

empfing – см. empfangen

Ende n (-s, – n) – конец; zu ~ bringen закончить

endlich – наконец, в конце концов

eng – тесный

Enkel m (-s, =) – внук

entführen (entführt, entführte, hat entführt) – похитить, угонять

entführt – см. entführen

entgegen – навстречу

entgegengesetzt – противоположный

entgegenhalten (hält entgegen, hielt entgegen, hat entgegengehalten) – противопоставлять; протянуть навстречу

entgegnen (entgegnet, entgegnete, hat entgegnet) – возражать; отвечать

entgegnete – см. entgegnen

entgehen (entgeht, entging, ist entgangen) – избегать; упускать возможность

entgehst – см. entgehen

entlassen (entlässt, entließ, hat entlassen) – отпускать, увольнять

entleidet – унылый

entließ – см. entlassen

entsetzlich – ужасный, ужасающий

entsetzte – см. entsetzten

entsetzte n (entsetzt, entsetzte, hat entsetzt) – приводить в ужас

entsinnen (entsinnt, entsann, hat entsonnen) – припоминать, помнить

entweder – либо

er – он

erbärmlich – жалкий

erben (erbt, erbte, hat geerbt) – наследовать, получать

erblicken (erblickt, erblickte, hat erblickt) – увидеть

erblickte – см. erblicken

Erbschaft f (=, -еn) – наследство

Erde f (=) – земля

Erdenwurm m (-(e)s, Erdenwürme) – червь

erfahren (erfährt, erfuhr, hat erfahren) – испытывать, узнавать

Erfolg m (-(е)s, – е) – успех

erfolgen (erfolgt, erfolgte, ist erfolgt) – осуществляться; происходить

erfolgte – см. erfolgen

erfuhren – см. erfahren

erfüllen (erfüllt, erfüllte, hat erfüllt) – выполнять, исполнять

ergeben (ergibt, ergab, hat ergeben) – предаваться; покоряться

ergrimmen (ergrimmt, ergrimmte, ist ergrimmt) – разгневаться

ergrimmte – см. ergrimmen

erhalten (erhält, erhielt, hat erhalten) – получать, сохранять

erheben (erhebt, erhob/erhub, hat erhoben) – заявлять; возвышать

erhob – см. erheben

erinnern (erinnert, erinnerte, hat erinnert) – запоминать, помнить

erinnerte – см. erinnern

erkennen (erkennt, erkannte, hat erkannt) – узнавать

ernst – серьёзный

ernstlich – всерьёз

erreichen (erreicht, erreichte, hat erreicht) – достигать

erreicht – см. erreichen

erröten (errötet, errötete, ist errötet) – краснеть

errötete – см. erröten

erscheinen (erscheint, erschien, ist erschienen) – появляться, казаться

erschlagen (erschlägt, erschlug, hat erschlagen) – изрубать; убивать

erschließen (erschließt, erschloss, hat erschlossen) – осваивать; открывать

erschöpfen (erschöpft, erschöpfte, hat erschöpft) – изнурять

erschöpft – см. erschöpfen

erschrak – см. erschrecken

erschrecken (erschrickt, erschrak, ist erschrocken) – пугаться

erschrocken – см. erschrecken

erst – только, лишь; вначале, сначала

erstaunen (erstaunt, erstaunte, ist erstaunt) – удивляться

erstaunt – см. erstaunen

erstaunte – см. erstaunen

erste – первый

erstenmal – в первый раз

erstklassig – первоклассный

erstreben (erstrebt, erstrebte, hat erstrebt) – достигать, добиваться

erwachen (erwacht, erwachte, ist erwacht) – просыпаться

erwacht – см. erwachen

erwarten (erwartet, erwartete, hat erwartet) – ожидать

erwartete – см. erwarten

erweichen (erweicht, erweichte, hat erweicht) – размягчать

erwerben (erwirbt, erwarb, hat erworben) – приобретать

erwidern (erwidert, erwiderte, hat erwidert) – отвечать, возражать

erwiderte – см. erwidern

erzählen (erzählt, erzählte, hat erzählt) – рассказывать

erzählte – см. erzählen

Erzählung f (=, -en) – рассказ

erziehen (erzieht, erzog, hat erzogen) – воспитывать

erzogen – см. erziehen

erzürnen (erzürnt, erzürnte, ist erzürnt) – рассердить, прогневать

es – оно, это

essen (isst, aß, hat gegessen) – есть, кушать

etwa – около, примерно

etwas – что-нибудь, что-то

euch – вам, вас

F

Fähre f (=, -n) – паром

fahren (fährt, fuhr, ist gefahren) – ехать

fährst – см. fahren

Fall m (-(e)s, Fālle) – случай, происшествие

fallen (fällt, fiel, ist gefallen) – падать

fällt – см. fallen

falten (faltet, faltete, hat gefaltet/gefalten) – складывать

fand – см. finden

fangen (fängt, fing, hat gefangen) – ловить, хватать

fassen (fast, fasste, hat gefasst) – хватать

Faust f (=, Fäuste) – кулак

fechten (ficht, focht, hat gefochten) – фехтовать

fehlen (fehlt, fehlte, hat gefehlt) – отсутствовать, не хватать

Feiertagabend m – праздничный вечер

fein – тонкий, изящный, хороший, знатный

Fels m (-еn, – еn) – скала, утёс

Fenster n (-s, =) – окно

Ferne f (=) – даль

fest – твёрдый, крепкий, прочный

Feuer n (-s, =) – огонь, костёр

ficht – см. fechten

fiel – см. fallen

Figur f (=, -en) – фигура

finden (findet, fand, hat gefunden) – находить

findet – см. finden

fing – см. fangen

Finger m (-s, =) – палец

Finne m (-n, – n) – финн

finster – тёмный, мрачный

Fisch m (-es, – e) – рыба

Flasche f (=, -n) – бутылка

Flegel m (-s, =) – грубиян

flehen (fleht, flehte, hat gefleht) – умолять

flehten – см. flehen

Fleiß m (-es) – прилежание

fleißig – прилежный, старательный

fliegen (fliegt, flog, hat geflogen) – лететь

fließen (fließt, floss, ist geflossen) – течь, струиться

flog – см. fliegen

floß – см. fließen

Floß n (-es, Flößе) – плот

Floßherr m – владелец плота

Flözer m – плотогон

Flözerkleidung f – одежда плотогона

Flözerstange f – плотовый шест

Flözerstiefel m (-s, =) – сапог плотогона

Fluch m (-(e)s, Flüche) – ругательство

fluchen (flucht, fluchte, hat geflucht) – ругать

Flucht f (=) – бегство, побег

flüchten (flüchtet, flüchtete, ist geflüchtet) – скрываться; убегать

flugs – на лету

Fluss m (Flusses, Flüsse) – река

Flüssigkeit f – жидкость

flüstern (flüstert, flüsterte, hat geflüstert) – шептать

flüsterte – см. flüstern

folgen (folgt, folgte, ist gefolgt) – следовать

folgsam – послушный

foppen (foppt, foppte, hat gefoppt) – дурачить, разыгрывать

fordern (fordert, forderte, hat gefordert) – просить, требовать

forderte – см. fordern

formen (formt, formte, hat geformt) – придавать форму

formte – см. formen

Förster m (-s, =) – лесничий

fort – прочь, вон; дальше

forteilen (eilte fort, ist fortgeeilt) – поспешить прочь

fortfahren (fährt fort, fuhr fort, hat fortgefahren) – увозить; ехать дальше; продолжать

fortkönnen (kann fort, konnte fort, hat fortgekonnt) – иметь возможность двигаться дальше

fragen (fragt, fragte, hat gefragt) – спрашивать

fragte – см. fragen

Frau f (=, -en) – женщина; жена

frei – свободный

freigeben (gibt frei, gab frei, hat freigegeben) – освобождать; позволять

freilich – однако, конечно

Freitag m (-(e)s, – e) – пятница

fremd – чужой, незнакомый

Freude f (=) – радость

freudenlos – безрадостный

freudig – радостный

freuen (freut, freute, hat gefreut) – радоваться

Freund m (-(e)s, – e) – друг

freundlich – дружеский, приветливый, дружелюбный

Freundlichkeit f – дружелюбие, доброжелательность

Freundschaft f (=) – дружба

freute – см. freuen

freveln (frevelt, frevelte, hat gefrevelt) – святотатствовать

Frist f (=, -en) – срок

froh – радостный

fröhlich – радостный

frommer – благочестивый

früh – ранний; рано

Frührot n – утренняя заря

Fuge f (=, -n) – шов

fühlen (fühlt, fühlte, hat gefühlt) – чувствовать, ощущать

fühlte – см. fühlen

fuhr – см. fahren

führen (führt, führte, hat geführt) – вести, приводить

führte – см. führen

füllen (füllt, füllte, hat gefüllt) – наполнять

füllte – см. füllen

fünf – пять

fünfzehn – пятнадцать

für – для, за

Furche f (=, -n) – борозда

Furcht f (=) – страх

furchtbar – ужасный

fürchten (fürchtet, fürchtete, hat gefürchtet) – опсаться, бояться

fürchtete – см. fürchten

furchtlos – бесстрашный

furchtsam – боязливый

furs – для этого

Fürstin f – княгиня

Fuß m (-s, Füsse) – нога, стопа

G

gab – см. geben

Gabel f (=, -n) – вилка; вилы

galt – см. gelten

ganz – весь, целый; совсем

gar – готовый; совсем, совершенно

Gast m (-es, Gäste) – гость

Gatte m (-n, – n) – супруг

Gebein n – костяк, кости

geben (gibt, gab, hat gegeben) – давать

geblieben – см. bleiben

geboren sein – родиться

gebracht – см. bringen

gebrechlich – немощный

gedacht – см. denken

Gedächtnis n (-ses) – память

Gedanke m (-ns, – n) – мысль

gedenken (gedenkt, gedachte, hat gedacht) – помнить; намереваться

gedient – служивший в армии

gedörrten – см. dörren

gedrückt – см. drücken

geduldig – терпеливый

Gefahr f (=, -en) – опасность

gefahren – см. fahren

gefallen (gefällt, gefiel, hat gefallen) – нравиться

gefällt – см. gefallen

gefärbt – окрашенный

gefehlt – см. fehlen

gefiel – см. gefallen

gefragt – см. fragen

gefressen – см. fressen

gefreut – см. freuen

gefrevelt – см. freveln

Gefühllosigkeit f – чёрствость, бесчуственность

geführt – см. führen

gefunden – см. finden

gegen – против

Gegend f (=, -en) – окрестности

Gegenstand m (-(е)s, Gegenstände) – предмет, вещь

Gegenteil n – противоположность

geglaubt – см. glauben

gehabt – см. haben

gehackt – см. hacken

gehauen – см. hauen

Geheimnis n (-ses, – se) – тайна, секрет

geheimnisvoll – таинственный

gehen (geht, ging, ist gegangen) – идти

gehetzt – см. hetzen

geholfen – см. helfen

gehören (gehört, gehörte, hat gehört) – принадлежать

gehört – см. gehören

geht – см. gehen

Geier m (-s, =) – стервятник

Geierskrallen pl – когти стервятника

geifernd – слюнявый

Geistchen n – маленький призрак

Geiz m (-(e)s, – e) – скупость

geizig – скупой, жадный

gejagt – см. jagen

gekauft – см. kaufen

gekommen – см. kommen

gelangen (gelangt, gelangte, ist gelangt) – достигать, попадать

gelb – жёлтый

Geld n (-(e)s, – er) – деньги

Geldmaklern pl – денежные брокеры

Geldrolle f – столбик монет

gelegt – см. legen

gelten (gilt, galt, hat gegolten) – считататься, прослыть

gelten (gilt, galt, hat gegolten) – считаться; действовать

gemächlich – неторопливый

gemacht – см. machen

gemeinsam – совместно

gemordet – см. morden

genas – см. genesen

genau – точный, подробный; точно

genesen (genest, genas, ist genesen) – выздоравливать

genommen – см. nehmen

genug – довольно, достаточно

genützt – см. nützen

gerade – прямой; именно, как раз

geradeswegs – прямо

geraten (gerät, geriet, ist geraten) – попадать

Gerätschaft f – утварь

gereimt – см. reimen

gereist – см. reisen

gereuen (gereut, gereute, hat gereut) – жалеть

gereut – см. gereuen

Gericht n (-(e)s, – e) – блюдо; кушанье

Gerichtsdiener m – судебный пристав

geriet – см. geraten

gering – небольшой

gern(e) – охотно

gerufen – см. rufen

gerührt – см. rühren

gesagt – cм. sagen

Gesang m (-(e)s, Gesänge) – пение

Geschäft n (-(e)s, – e) – дело, магазин

Geschāftsbesitzer m – владелец магазина

Geschāftsmann m – деловой человек, бизнесмен

geschah – см. geschehen

geschehen (geschieht, geschah, ist geschehen) – происходить, случаться

gescheit – смышленый

Geschichte f (=, -n) – история

Geschicklichkeit f – ловкость

geschlagen – см. schlagen

Geschlecht n (-(e)s, – er) – род, поколение, семья

geschrieben – см. schreiben

geschwollen – опухший, вздутый

gesegnet – благословенный

gesehen – см. sehen

Geselle m (-n, – n) – спутник, подмастерье

Gesicht n (-(e)s, – er) – лицо

Gesichtchen n – личико

Gesims n (-es, – e) – карниз, выступ

Gesinde n – батраки, прислуга

Gesindel n (-s) – сброд

gesprochen – см. sprechen

gesprungen – см. springen

Gestalt f (=, -en) – форма, вид, телосложение

gestand – см. gestehen

gesteckt – см. stecken

gestehen (gesteht, gestand, hat gestanden) – признавать(ся), сознаваться

gestopft – см. stopfen

gestorben – см. sterben

gesund – здоровый

gesungen – см. singen

gesunken – см. sinken

getan – см. tun

geteilt – см. teilen

getötet – см. töten

getrieben – ведомый

getroffen – см. treffen

Gevatter m (-n/-s, – n) – крёстный отец

gewahren (gewahrt, gewahrte, hat gewahrt) – замечать

Gewalt f (=, -n) – власть, сила

gewaltig – огромный, сильный

Gewand n (-(e)s, Gewänder/Gewande) – одеяние

gewann – см. gewinnen

Gewerbe n (-s, =) – ремесло, промысел

gewesen – см. sein

gewickelt – см. wickeln

Gewinn m (-еs, – е) – доход

gewinnen (gewinnt, gewann, hat gewonnen) – выигрывать, побеждать

gewiss – верный, уверенный

gewißlich – непременно

Gewitter n (-s, =) – гроза

gewogen – взвешенный; благосклонный

gewöhnen (gewöhnt, gewöhnte, hat gewöhnt) – привыкнуть

gewöhnlich – обычно

gewöhnt – см. gewöhnen

gewohnt – см. wohnen

geworden – см. werden

geworfen – см. werfen

gewünscht – см wünschen

gibt – см. geben

gierig – жадный

gießen (gießt, goss, hat gegossen) – лить

gießest – см. gießen

ging – см. gehen

Giraffe f (=, -n) – жираф

Glas n (-es, Gläser) – стакан, стекло

Gläser – см. Glas

gläsern – стеклянный

Glashandwerk n – стекольное ремесло

Glashütte f – стекольная мастерская

Glasleute pl – стеклодувы

Glasmachen n – стекольное дело

Glasmann m – стеклянный человек; стекольщик

Glasmännchen n – стеклянный человечек

Glasmänner pl – стекольщики

Glasmännlein n – стеклянный человечек

Glaszwerg m – стеклянный гном

glauben (glaubt, glaubte, hat geglaubt) – верить

Gläubiger m (-s, =) – кредитор

glaubst – см. glauben

glaubte – см. glauben

gleich – такой же, подобный, равный, одинаковый

gleichgültig – ранодушный

Glied n (-(e)s, – er) – член, конечность

Glück n (-(e)s) – счастье

glücklich – счастливый

glückselig – блаженный, счастливый

glühend – раскалённый, горячий; горящий

Gold n (-(e)s) – золото

Goldstück n – золотаяч монета, слиток золота

goß – см. gießen

Gott m (-es, Götter) – бог

Grab m (-(e)s, Gräber) – могила

graben (gräbt, grub, hat gegraben) – рыть, копать

Graben m (-s, Gräben) – ров, канава

Grad m (-e)s, – е) – градус, степень

Gram m (-e)s) – горе, печаль

Gras n (-es, Gräser) – трава

grau – серый

grauen (graut, graute, hat gegraut) – седеть; светать

graute – см. grauen

gravitätisch – торжественный

greifen (griff, gegriffen) – хватать

Greis m (-es, – e) – старик

Grenze m (=, -en) – граница

greulich – отвратительный, ужасный

grimmig – лютый, свирепый

grob – грубый

groß – большой

Großvater m (-s, Großväter) – дедушка

grün – зелёный

grüßen (grüßt, grüßte, hat gegrüßt) – приветствовать

grüßte – см. grüßen

gucken (guckt, guckte, hat geguckt) – глядеть

guckte – см. gucken

Gulden m (-s, =) – гульден

gut – хороший, добрый

gütig – благоклонный, милостивый

H

Haar n (-(e)s, – e) – волос(ы)

haben (hat, hatte, hat gehabt) – иметь; вспомогательный глагол

Habicht m (-s, – е) – ястреб

habt – см. haben

Hahn m (-(e)s, Hähne) – петух

Hain m (-(e)s, – e) – роща

halb – пол-, половина

half – см. helfen

Hals m (-es, Hälse) – шея

halten (hält, hielt, hat gehalten) – останавливать

haltet – см. halten

Hand f (=, Hände) – рука, кисть руки

handbreit – широной с ладонь

Hände – см. Hand

Handel m (-s) – торговля; магазин

handeln (handelt, handelte, hat gehandelt) – торговать

handelte – см. handeln

Handgriff m (-(е)s, – е) – рукоятка

Händler m (-s, – =) – торговец, продавец

Handlungshäuser pl – торговые дома

Handwerk n (-s, – t) – ремесло

hart – суровый, жёсткий, твёрдый

Hase m (-n, – n) – заяц

hast – см. haben

hastig – торопливый

hat – см. haben

hatte – см. haben

hauen (haut, haute, ist gehauen) – ударять; прорубать

Hauptfehler m – главный недостаток

Hauptgeschäft n – основное дело

Haus n (-es, Häuser) – дом

hausen (hauste, gehaust) – обитать, жить

Hausfrau f (=, -en) – домохозяйка

Hauswirt m (-еs, – е) – хозяин дома

Haut f (=, Häutе) – кожа

heben (hebt, hob/hub, hat gehoben) – поднимать

heftig – ожесточённый, яростный

heim – домой

Heimat f (=, -en) – родина

heimatlich – родной

heimisch – отечественный

Heimweh n (-(е)s) – тоска по родине

heiraten (heiratet, heiratete, hat geheiratet) – жениться

heiser – хриплый

heiß – горячий

heißen (heißt, hieß, hat geheißen) – зваться, называться; приказывать, велеть

helfen (hilft, half, hat geholfen) – помогать

hell – светлый, ясный, яркий

her – сюда

herab – вниз

heran – сюда, поближе

herauf – вверх, наверх

heraufgefischt – выловленный

heraufgezogen – см. heraufziehen

heraufziehen (zieht herauf, zog herauf, hat heraufgezogen) – подтягивать наверх

heraus – наружу

herauskam – см. herauskommen

herauskommen (kommt heraus, kam heraus, ist herausgekommen) – выходить

herauslangen (langt heraus, langte heraus, hat herausgelangt) – доставать наружу

herauslangten – см. herauslangen

herausnehmen (nimmt heraus, nahm heraus, hat herausgenommen) – доставать, вынимать

herausziehen (zieht heraus, zog heraus, ist herausgezogen) – вытаскивать

herbei – сюда

herbeibringen (bringt herbei, brachte herbei, hat herbeigebracht) – принести сюда

herkommen (kommt/kömmt her, kam her, hergekommen) – происходить

Herr m (-n, – en) – господин

Herrlichkeit f (=) – великолепие

herschreiten (schreitet her, schritt her, ist hergeschritten) – шагать сюда

herschritt – см. herschreiten

herüber – сюда

herüberkamen – см. herüberkommen

herüberkommen (kommt/kömmt herüber, kam herüber, ist herübergekommen) – переходить; заходить

herumziehen (zieht herum, zog herum, ist herumgezogen) – слоняться; странствовать

hervor – из, из-за

hervorgeschaut – см. hervorschauen

hervorgezogen – см. hervorziehen

hervorgucken (guckt hervor, guckte hervor, hat hervorgeguckt) – выглядывать, виднеться

hervorkommen (kommt/kömmt hervor, kam hervor, ist hervorgekommen) – появиться, проглядывать

hervorlocken (lockt hervor, lockte hervor, hat hervorgelockt) – привлекать

hervorschauen (schaut hervor, schaute hervor, hat hervorgeschaut) – выглядывать

hervorschauen (schaut hervor, schaute hervor, hat hervorgeschaut) – выглядывать, проглядывать

hervorschaut – см. hervorschauen

hervorziehen (zieht hervor, zog hervor, hat hervorgezogen) – вытаскивать

Herz n (-ens, – en) – сердце

herzlich – сердечный; искренний

hetzen (hetzt, hetzte, hat gehetzt) – натравливать

hetzte – см. hetzen

heulen (heult, heulte, hat geheult) – выть; рыдать

heulte – см. heulen

heute – сегодня

hielt – см. halten

hier – здесь, тут

hieß – см. heißen

hilf – см. helfen

Hilfe f (=) – помощь

hilft – см. helfen

Himmel m (-s) – небо

hin – туда

hinab – вниз

hinabspringen (springt hinab, sprang hinab, ist gesprungen) – спрыгнуть вниз

hinabsteigen (steigt hinab, stieg hinab, ist hinabgestiegen) – спускаться

hinauf – вверх, наверх

hinaufbäumen (bäumt hinauf, bäumte hinauf, hat hinaufgebäumt) – вздыматься

hinaufbäumte – см. hinaufbäumen

hinaus – наружу, из

hinausgehen (geht hinaus, ging hinaus, ist hinausgegangen) – выходить наружу

hinausrennen (rennt hinaus, rannte hinaus, ist hinausgerannt) – выбежать наружу

hinauswerfen (wirft hinaus, warf hinaus, hat hinausgeworfen) – выбросить наружу, вышвырнуть

hinderlich – мешающий

hinein – внутрь, вглубь

hineinschauen (schaut hinein, schaute hinein, hat hineingeschaut) – заглядывать, смотреть внутрь

hineinsetzen (setzt hinein, setzte hinein, hat hineingesetzt) – вложить

hineinstehen (steht hinein, stand hinein, hat hinein gestanden) – входить, вставать внутрь

hinfällig – недействительный

hingehen (geht hin, ging hin, ist hingegangen) – идти (туда)

hinlänglich – достаточный

hinschauen (schaut hin, schaute hin, hat hingeschaut) – посмотреть

hinschaute – см. hinschauen

hinstrecken (streckt hin, streckte hin, hat hingestreckt) – возлегать

hinstreckte – см. hinstrecken

hinter – за чем-л.

Hinterfuß m (-s, Hinterfüße) – задняя нога

hinzu – к (тому же)

hob – см. heben

hoch – высокий

Hochmut m (-(e)s) – высокомерие

Hof m (-(e)s, Höfe) – двор

hoffen (hofft, hoffte, hat gehofft) – надеяться

Höflichkeit f (=, -en) – вежливость

Höhe f (=, -n) – высота

höher – более высокий

holen (holt, holte, hat geholt) – получать; доставать

Holland n – Голландия

Holländer m (-s, =) – голландец

holländisch – голландский

Hölle f (=, -n) – ад, пекло

holte – см. holen

Holz n (-es, Hölzer) – дрова, дерево, древесина

hölzern – деревянный

Holzfällen n – рубка леса

Holzfäller pl – дровосеки

Holzhacker m (-s, =) – дровосек

Holzhandel m – продажа древесины

Holzhauer m (-s, =) – лесоруб

Holzherr m – хозяин леса

hör – см. hören

horchen (horcht, horchte, hat gehorcht) – подслушивать; прислушиваться

hören (hört, hörte, hat gehört) – слышать

hörten – см. hören

Hosenträger m – помочи, подтяжки

hub – см. heben

Hügel m (-s, =) – холм

Hund m (-(e)s, – e) – собака

hundert – сто

hunderttausend – сто тысяч

Hunger m (-s) – голод

hüsteln (hüstelt, hüstelte, hat gehüstelt) – кашлять

hüstelte – см. hüsteln

Hut m (-(e)s, Hüte) – шляпа

Hütchen n – шляпка

hüten (hütet, hütete, hat gehütet) – сторожить

Hütlein n – шляпка

Hütte f (=, -n) – хижина

I

ich – я

Igel m (-s, =) – ёж

ihm – ему

ihn – его

Ihnen – Вам

ihnen – им

Ihr – Ваш

ihr – вы; ей; её

im = in dem

immer – всегда

in – в

indes – между тем

innig – тесный

ins = in das

irgendwo – где-то

ist – см. sein

Italiener m – итальянец

J

ja – да; ведь, же

jagen (jagt, jagte, hat gejagt) – охотиться

jagte – см. jagen

Jahr n (-(e)s, – e) – год

jammern (jammert, jammerte, hat gejammert) – тосковать, сокрушаться, плакать

je – чем; в зависимости от

jeder – каждый, всякий

jedesmal – всякий раз, каждый раз

jemand – кто-то, кто-нибудь

jenseits – вне, за

jetzt – теперь, сейчас

johlen (johlt, johlte, hat gejohlt) – орать

Juli m (-(s), – s) – июль

jung – молодой

Junge m (-n, – n) – мальчик, юноша

just – точно, именно

K

Kachelofen m – изразцовая печь

kalt – холодный

kam – см. kommen

Kammer f (=, -n) – комнатка, каморка, чулан

Kammertür f – дверь в каморку

kann – см. können

Karte f (=, -n) – карта

Kasten m (-s, Kästen) – ящик

Katze f (=, -n) – кошка

Katzenmusik f – кошачья музыка

kaufen (kauft, kaufte, hat gekauft) – покупать

Kaufleute pl – покупатели

Kaufmann m (-(e)s, Kaufleute) – торговец, коммерсант

kaufte – см. kaufen

kaum – едва

kehren (kehrt, kehrte, hat gekehrt) – подметать

kehrte – см. kehren

kein – не, ни один, никто

Keller m (-s, =) – погреб, подвал

kennen (kennt, kannte, hat gekannt) – знать

kentern (kentert, kenterte, ist gekentert) – перевёртываться, опрокидываться

Kerl m (-(e)s, – e) – парень

Kette f (=, -n) – цепь, цепочка

keuchen (keucht, keuchte, hat gekeucht) – задыхаться

kichern (kichert, kicherte, hat gekichert) – хихикать

Kind n (-(e)s, Kinder) – ребёнок

Kinder pl – дети

Kinderspiel n (-(e)s, – e) – детская забава

Kirche f (=, -n) – церковь

Kirchturm m (-(e)s, Kirchtürme) – церковная башня

Kirschwein m – вишнёвое вино

klang – см. klingen

Klänge m (-(e)s, Klänge) – тембр, звук

Kleid n (-(e)s, – er) – платье, одежда

kleiden (kleidet, kleidete, hat gekleidet) – одевать

Kleider – см. Kleid

Kleidung f (=) – одежда

Kleidungsstück n (-(e)s, – e) – предмет одежды

klein – маленький

klingen (klingt, klang, hat geklungen) – звенеть, звучать

klopfen (klopft, klopfte, hat geklopft) – стучать

klopfte – см. klopfen

klug – умный

Klugheit f (=) – ум, благоразумие

Knabe m (-n, – n) – мальчик

Knauser m (-s, =) – скряга

Knecht m (-(e)s, – e) – слуга, батрак

Knie n (-s, =) – колено

knöcheln (knöchelte) – играть в кости

Knochen m (-s, =) – кость, косточка

knöchern – костлявый

knöpfen (knöpft, knöpfte, hat geknöpft) – застёгивать

Kohle f (=, -n) – уголь

Kohlenbrenner m – угольщик

Köhler m (-s, =) – угольщик

Köhlerhütte f – хижина угольщика

Köhlersbursch m – ученик угольщика

Köln n – Кёльн

Kölner m (-s, =) – житель Кёльна

kommen (kommt, kam, ist gekommen) – приходить

König m (-(e)s, – e) – король

können (kann, konnte, hat gekonnt) – мочь

Kopf m (-(e)s, Köpfe) – голова

Kopfkissen n (-s, =) – подушка

Korn n (-(e)s, Körner) – зерно

Kornwucherer m – скупщик зерна

Körper m (-s, =) – тело

Kost f (=) – пища

kosten (kostet, kostete, hat gekostet) – пробовать пищу; стоить

Kraft f (=, Kräfte) – сила, мощь

Kragen m (-s, =/Krägen) – воротник

krampfhaft – судорожный

krank – больной

Kränkung f (=, -en) – обида

Kreuz n (-es, – e) – крест

Kreuzer m – крейцер (монета)

Kreuzlein n – мелкий крейцер (монета)

Krug m (-(e)s, Krüge) – кувшин

kühl – холодный

kühlen (kühlt, kühlte, hat gekühlt) – охлаждать

kühn – смелый

Kunkeln f – прялка

Kunst f (=, Künste) – искусство; мастерство

Kunststück n (-(e)s, Kunststücke(r)) – трюк, фокус

kurz – короткий

L

lächeln (lächelt, lächelte, hat gelächelt) – улыбаться

lachen (lacht, lachte, hat gelacht) – смеяться

lachte – см. lachen

Ladenbesitzer m – владелец магазина

Ladung f (=, -еn) – груз, заряд

lag – см. liegen

Lager n (-s, =/Läger) – лагерь; постель

Lampe f (=, -n) – лампа

Land n (-(e)s, Länder) – страна; земля

Länder – см. Land

lang – длинный

Langeweile f – скука, тоска

langsam – медленный

langweilig – скучный

Lärm m (-(e)s) – шум

las – см. lesen

lassen (lässt, ließ, hat gelassen) – заставлять; поручать, велеть; оставлять, покидать

läßt – см. lassen

Laster n – порок

Laub n (-(e)s) – листва

Lauf m (-(e)s, Läufe) – бег

laufen (läuft, lief, ist gelaufen) – бегать

laut – громкий; громко

leben (lebt, lebte, hat gelebt) – жить

Leben n (-s, =) – жизнь

lebendig – живой, оживленный

leblos – безжизненный

lebten – см. leben

Leder n (-s) – кожа

Lederbeinkleider – кожаные штаны

legen (legt, legte, hat gelegt) – класть; проложить

legte – см. legen

Lehre f – учёба

Leib m (-(e)s, – er) – тело

leicht – лёгкий

Leid n (-(e)s) – горе, страдание

leihen (leiht, lieh, hat geliehen) – одалживать

leihst – см. leihen

Leinwand f – холст

leise – тихий

leiten (leitet, leitete, hat geleitet) – вести, руководить

leitete – см. leiten

lesen (liest, las, hat gelesen) – читать

letzt – последний

letzthin – недавно

leuchtend – светящийся

Leute pl – люди

Lichtspan m – лучина

Liebe f (=) – любовь

lieben (liebt, liebte, hat geliebt) – любить

lieber – лучше

lieblich – любимый, приятный

Lied n (-(e)s, – er) – песня

Liedchen n – песенка

lief – см. laufen

liegen (liegt, lag, hat gelegen) – лежать

liegt – см. liegen

lieh – см. leihen

ließ – см. lassen

links – слева, с левой стороны

Lippe f (=, -n) – губа

List f (=, -en) – хитрость

loben (lobt, lobte, hat gelobt) – хвалить

lobten – см. loben

Löffel m (-s, =) – ложка

Lohn m (-(е)s, Löhne) – зарплата

lösen (löst, löste, hat gelöst) – развязывать; разгадывать

loslassen (lässt los, ließ los, hat losgelassen) – отпускать

Luft f (=) – воздух

Lüge f (=, -n) – ложь

lügen (lügt, log, hat gelogen) – лгать

Lump m (-en/-(e)s, – en) – негодяй, подлец

lustig – весёлый

M

machen (macht, machte, hat gemacht) – делать

machte – см. machen

Mädchen n (-s, =) – девочка, девушка

mager – худой, тощий

mahnen (mahnt, mahnte, hat gemahnt) – предостерегать

mahnte – см. mahnen

Mal n (-(e)s, – e) – раз

man – неопределённо-личное местоимение

manche – некоторые

Mann m (-(e)s, Männer) – мужчина; человек

Männer – см. Mann

Männlein n – человечек

Marmelstein m – мрамор

Marmor m (-s, – e) – мрамор

Masse f (=, -n) – масса

Maßkanne f – пол-литровая пивная кружка

Mastbaum m – мачтовое дерево

Matrose m (-n, – n) – моряк, матрос

Mauer f (=, -n) – стена

mehr – больше, более

Meiler m – костёр угольщика

mein – мой

meinen (meint, meinte, hat gemeint) – думать, считать, полагать

meinten – см. meinen

meist – больший

Meister m (-s, =) – мастер; наставник

Menge f (=, -n) – множество

Mensch m (-en, – en) – человек

Menschenkopf m – человеческая голова

Menschenverstand m – человеческий разум

merken (merkt, merkte, hat gemerkt) – замечать, брать на заметку

merkte – см. merken

Messing n (-s, – e) – латунь

mich – меня

Miene f (=, -n) – мина, выражение лица

Millionär m (-s, – е) – миллионер

mir – мне

mit – с

mitbringen (bringt mit, brachte mit, hat mitgebracht) – приносить с собой

mitgebracht – см. mitbringen

Mitleid n (-(e)s) – жалость, сострадание

mitleidig – жалостливый

mitnehmen (nimmt mit, nahm mit, hat mitgenommen) – взять с собой

Mittag m (-(е)s, – е) – полдень

Mitte f (=, -n) – середина

Mittel n (-s, =) – средство

Mitternacht f (Mitternächte) – полночь

Mittwoch m (-(e)s, – t) – среда (день недели)

mochte – см. mögen

möchten (möchte) – хотеть, желать

mögen (mag, mochte, hat gemocht) – 1) мочь, хотеть, пусть, хочется, хотелось бы, нравиться; 2) модальный глагол, выражающий просьбу, желание

Montag m (-s, – e) – понедельник

Montagmorgen m – утро понедельника

morden (mordet, mordete, hat gemordet) – убивать

morgen – завтра

Morgen m (-s, =) – утро

Mühe f (=, -n) – труд, усилия

mühen (müht, mühte, hat gemüht) – старнаться, трудиться

mühte – см. mühen

Mund m (-(e), Münder) – рот

munter – резвый

Münze f (=, -n) – монета

murmeln (murmelt, murmelte, hat gemurmelt) – бормотать

murmelte – см. murmeln

mürrisch – брюзгливый

Musik f (=, -еn) – музыка

Musikant m (-en, – en) – музыкант

müssen (muss, musste, hat gemusst) – модальный глагол, выражающий долженствование

müßig – праздный, досужий

Müßiggang m (-(e)s) – безделье

Mut m (-(e)s) – мужество

mutig – смелый

Mutter f (=, Mütter) – мать, мама

N

na – ну

nach – на, в направлении

Nachbarin f (=, -nen) – соседка

nachdachte – см. nachdenken

nachdem – после того как

nachdenken (denkt nach, dachte nach, hat nachgedacht) – размышлять

nachher – затем

nachschicken (schickt nach, schickte nach, hat nachgeschickt) – посылать вслед

nachschickte – см. nachschicken

Nachsicht f – снисхождение

nachspringen (springt nach, sprang nach, ist nachgesprungen) – прыгнуть вслед

nächste – следующий

Nacht f (=, Nächte) – ночь

Nachtessen n – ночная трапеза

Nachtlager n – ночлег

nachts – по ночам

Nacken m (-s, =) – затылок

nah – близкий

nahm – см. nehmen

nähren (nährt, nährte, hat genährt) – лелеять

nährt – см. nähren

naiv – наивный

Name m (-ns, – n) – имя; фамилия

nämlich – а именно

nannte – см. nennen

Narr m (-en, – en) – шут, дурак

nass – влажный

natürlich – конечно

neben – около, рядом

nehmen (nimmt, nahm, hat genommen) – брать, взять

Neid m (-(e)s) – зависть

nein – нет

nennen (nennt, nannte, hat genannt) – называть

nennt – см. nennen

nett – милый, приятный

neu – новый

nicht – не

nichts – ничто

nichtsdestominder – тем не менее

nie – никогда

nieder – нижний, низкий; низко

niederbrennen (brennt nieder, brannte nieder, hat niedergebrannt) – спалить

niedergebrannt – см. niederbrennen

niemand – никто

nimm – см. nehmen

nimmer – никогда

nimmermehr – никогда

nirgends – нигде

noch – ещё

Not f (=, Nöte) – нужда

nötig – необходимый

nun – теперь

nur – только, лишь

nutzen (nutzt, nutzte, hat genutzt) – использовать; способствовать

nützen (nützt, nützte, hat genützt) – использовать, быть полезным

nützlich – полезный

nützt – см. nützen

O

ob – ли

oben – наверху, сверху

Oberförster m – старший лесничий

obgleich – хотя

öde – пустынный

oder – или

Ofenbank f – скамья / лежанка у печи

offen – открытый

öffnen (öffnet, öffnete, hat geöffnet) – раскрывать, открывать

oft – часто

ohne – без

Ohnmacht f (=, -еn) – бессилие, обморок

Ohr n (-(e)s, – en) – ухо

operieren (operiert, operierte, hat operiert) – работать

operiert – см. operieren

P

Paar n (-(e)s, =/-e) – пара

Pack m (-(e)s, – e/Päcke) – тюк

packen (packt, packte, hat gepackt) – укладывать, паковать, хватать, складывать

packet – см. packen

Papier n (-s, – е) – бумага

Paradies n (-es, – e) – рай

Pasch m (-(e)s, – e/Päsche) – дуплет

Patengeschenk n – подарок крестнику

Peitsche f (=, -n) – плеть

Pfad m (-(e)s, – e) – тропа

Pfeife f (=, -n) – трубка

pfeifen (pfeift, pfiff, hat gepfiffen) – свистеть

Pfeiflein n – трубочка

Pfeil m (-(e)s, – e) – стрела

Pfennig m (-s, – e) – пфенниг

Pferd n (-(e)s, – e) – лошадь, конь

Pferdchen n – лошадка

pfiff – см. pfeifen

pflegen (pflegt, pflegte, hat gepflegt) – ухаживать, заботиться

pflegte – см. pflegen

Pfund n (-(e)s, – e) – фунт

Platz m (-es, Plätze) – площадь; место

Pluderhöschen – маленькие шаровары

pochen (pocht, pochte, hat gepocht) – стучать

pocht – см. pochen

Posthorn n (-(e)s, Posthörner) – почтовый рог

Pracht f (=) – роскошь, великолепие, блеск

Prachtanzug m – роскошный костюм

prachtvoll – великолепный, роскошный

Preis m (-es, – e) – цена

pressen (presst, presste, hat gepresst) – прижимать

prima – отличный, превосходный

Profit m (-(e)s, – e) – прибыль, выгода

Prozent n (-(e)s, – e) – процент

prüfen (prüft, prüfte, hat geprüft) – проверять

Prügel m (-, =) – палка, дубина; побои

Punkt m (-(e)s, – e) – точка; момент; пункт

putzen (putzt, putzte, hat geputzt) – чистить

Q

quälen (quält, quälte, hat gequält) – мучить

quälte – см. quälen

R

Rabe m (-n, – n) – ворон

raffen (rafft, raffte, hat gerafft) – присваивать, захватывать

raffte – см. raffen

Rand m (-(e)s, Ränder) – край

rannte – см. rennen

rasen (rast, raste, hat gerast) – неистовствовать

rasseln (rasselt, rasselte, hat gerasselt) – лязгать, звенеть

rasselte – см. rasseln

Raste f (=, -n) – впадина

Rat m (-(e)s, Räte) – совет

raten (rät, riet, hat geraten) – советовать; отгадывать

Rauch m (-(е)s) – дым

rauchen (raucht, rauchte, hat geraucht) – курить; дымить

rauchend – курящий

rauchte – см. rauchen

Rauchwolke f – облако дыма

rauh – шероховатый

rauschen (rauscht, rauschte, hat gerauscht) – шелестеть

rauschte – см. rauschen

räuspern (räuspert, räusperte, hat geräuspert) – покашливать

räusperte – см. räuspern

rechnen (rechnet, rechnete, hat gerechnet) – вычислять, считать

rechnet – см. rechnen

recht – правый

Recht n (-(e)s, – e) – право

rechten (rechtet, rechtete, hat gerechtet) – спорить

rechts – направо; справа

redlich – добросоветный

Register n (-s, =) – регистр, список

reich – богатый

reichen (reichte, gereicht) – протягивать, подавать; быть достаточным

reichlich – обильный

Reichtum m (-es, Reichtümer) – богатство

Reim m (-(e)s, – е) – рифма

reimen (reimt, reimte, hat gereimt) – рифмовать

rein – чистый

reinlich – опрятный, чистый

Reise f (=, -еn) – путешествие

reisen (reist, reiste, ist gereist) – путешествовать

reißen (reißt, riss, ist gerissen) – трепать; отрывать

reist – см. reisen

reiten (reitet, ritt, hat geritten) – ездить верхом

Reue f (=) – раскаяние

Revier n (-s, – e) – горный район

richtig – правильный, верный

Richtung f (=, -еn) – направление

rief – см. rufen

Riese m (-n, – n) – великан

riesengroß – огромный

riesig – огромный

riss – см. reißen

Ritt m (-(е)s, – е) – поездка, прогулка

ritten (reitet, ritt, hat geritten) – ехать верхом

Rock m (-(e)s, Röcke) – юбка; куртка, пиджак; камзол

Röcklein n – камзольчик

roden (rodet, rodete, hat gerodet) – раскорчёвывать

Roggenbrot n – ржаной хлеб

Rohr n (-(е)s, – е) – труба; ствол

Rolle f (=, -n) – моток, рулон

rollen (rollt, rollte, ist gerollt) – катиться; свёртывать

rollte – см. rollen

rot – красный

Rotterdam – Роттердам

rücken (rückt, rückte, ist gerückt) – приставлять

rückte – см. rücken

Rückweg m (-s, – e) – обратный путь

rudern (rudert, ruderte, ist gerudert) – грести

rudert – см. rudern

rufen (ruft, rief, hat gerufen) – звать, кричать

ruhig – спокойный

rührbar – перемешиваемый; подвижный

rühren (rührt, rührte, hat gerührt) – шевелить, касаться

rührte – см. rühren

rund – круглый

S

Sack m (-(e)s, Säcke) – мешок

Sage f (-n) – легенда

sagen (sagt, sagte, hat gesagt) – говорить, сказать

sah – см. sehen

sammeln (sammelt, sammelte, hat gesammelt) – собирать

Sammlung f (=, -n) – собрание

Samstag m (-(e)s, – e) – суббота

sanft – нежный, мягкий

sang – см. singen

Sänger m (-s, =) – певец

sank – см. sinken

saß – см. sitzen

Satz m (-еs, Sätzе) – прыжок

säumen (säumt, säumte, hat gesäumt) – подшивать

sauste – см. sausen

sausen (saust, sauste, hat gesaust) – шуметь; свистеть; нестись

Schaden m (-s, Schäden) – ущерб, убыток

schaffen (schafft, schaffte, hat geschafft) – осилить; справляться

schämen (schämt, schämte, hat geschämt) – стыдиться

Schatz m (-еs, Schätze) – сокровище

schätzen (schätzt, schätzte, hat geschätzt) – оценивать

Schatzhauser m – хранитель сокровищ

schätzt – см. schätzen

schauen (schaut, schaute, hat geschaut) – смотреть

schaurig – жуткий

Schauspiel n (-(е)s, – е) – пьеса; зрелище

schauten – см. schauen

Scheibe f (=, -n) – ломтик, ломоть, кусок

scheinen (scheint, schien, hat geschienen) – светить; казаться

scheitern (scheitert, scheiterte, ist gescheitert) – терпеть неудачу

Schelm m (-(е)s, – е) – плут, озорник

schenken (schenkt, schenkte, hat geschenkt) – (по)дарить

schenkte – см. schenken

Scherge m (-n, – n) – палач, охранник

Scherz m (-еs, – е) – шутка

Scheu f – робость, боязнь

scheuen (scheut, scheute, hat gescheut) – испуганно отшатываться

Schicksal n (-s, – e) – судьба

schieben (schiebt, schob, hat geschoben) – двигать; толкать

schielte – см. schielen

schielen (schielt, schielte, hat geschielt) – косить; посмотреть украдкой

schien – см. scheinen

Schiff n (-s, – e) – судно, корабль

Schiffbrüchige m – потерпевший кораблекрушение

schildern (schildert, schilderte, hat geschildert) – изоброажать, нарисовать

Schlaf m (-(e)s) – сон

schlafen (schläft, schlief, hat geschlafen) – спать

Schlag m (-(e)s, Schläge) – удар

schlagen (schlägt, schlug, hat geschlagen) – бить, ударять

schlägt – см. schlagen

Schlange f (=, -n) – змея

schlank – стройный

schlecht – плохой, дурной

Schlemmen n – чревоугодие

schleppten – см. schleppen

schleppen (schleppt, schleppte, hat geschleppt) – тащить(ся)

schlich – см. schleichen

schleichen (schleicht, schlich, hat geschlichen) – ползти

schlief – см. schlafen

schließen (schließt, schloss, hat geschlossen) – заключать

Schlucht f (=, -en) – ущелье, овраг

schlug – см. schlagen

Schmerz m (-s, – en) – боль

schmerzhaft – болезненный

schmerzlich – болезненный

schmettern (schmettert, schmetterte, hat geschmettert) – с силой бросать; громко петь

Schnabel m (-s, Schnäbel) – клюв, носик

Schnalle f (=, -n) – пряжка

schnell – быстрый; быстро

schnitzeln (schnitzelt, schnitzelte, hat geschnitzelt) – шинковать

schön – красивый, прекрасный; прекрасно

schon – ужé

Schreck m (-(e)s) – ужас

schrecklich – ужасный

schreiben (schreibt, schrieb, hat geschrieben) – писать

schreien (schreit, schrie, hat geschrien) – кричать

Schrekken m – испуг, ужас

schrie – см. schreien

Schriftsteller m (-s, =) – писатель

Schritt m (-(e)s, – e) – шаг

Schubfach n – выдвижной ящик

Schuh m (-(e)s, – e) – ботинок, туфля

Schuld f (=, -en) – долг, вина

schuldig – виновный

Schuldner m (-s, =) – должник

Schulmeister m (-s, =) – учитель

Schulter f (=, -n) – плечо

schütteln (schüttelt, schüttelte, hat geschüttelt) – трясти; sich ~ отряхиваться

schüttelte – см. schütteln

schützte – см. schützen

schützen (schützt, schützte, hat geschützt) – защищать

schwach – слабый

schwankend – колеблющийся

schwarz – чёрный

Schwarzdornstock m – терновый посох

Schwarzwälder m – житель Шварцвальда

Schwarzwälderinnen pl – жительницы Шварцвальда

schwatzten – см. schwatzen

schwatzen (schwatzt, schwatzte, hat geschwatzt) – сплетничать

Schwede m – швед

Schweif m (-es, – e) – хвост; шлейф

Schwein n (-(e)s, – e) – свинья

Schwelle f (=, -n) – порог

schwer – тяжёлый, трудный

Schwester f (=, -n) – сестра

schwieg – см. schweigen

schweigen (schweigt, schwieg, hat geschwiegen) – молчать

Schwiegersohn m (-es, Schwiegersöhne) – зять

schwierig – трудный

schwül – знойный, душный

schwuren – см. schwören

schwören (schwört, schwor/schwur, hat geschworen) – обещать, клясться

sechs – шесть

sechsmal – шестикратно

sechzehnjährig – шестнадцатилетний

Seele f (=, -n) – душа

Seelenverkäufer m – продавец живых душ

segneten – см. segnen

segnen (signet, segnete, hat gesegnet) – благословлять

sehen (sieht, sah, hat gesehen) – видеть, смотреть

Sehenwürdigkeiten pl – достопримечательности

Sehnsucht f (=, Sehnsüchte) – тоска; стремление

sehr – очень

sei – см. sein

seid – см. sein

sein (ist, war, ist gewesen) 1. (ich bin, du bist, er/sie/es ist, wir sind, ihr seid, sie sind) – быть; 2. его

seit – с тех пор, как

Seite f (=, -n) – сторона

selber – см. selbst

selbst – сам, сама, само

selten – редко

setzen (setzt, setzte, hat gesetzt) – сидеть, сажать

seufzen (seufzt, seufzte, hat geseufzt) – вздыхать

Seufzer m (-s, =) – вздох

seufzte – см. seufzen

sich – себя

Sie – Вы

sie – она; они

sieben – семь

siehe – см. sehen

Silber n (-s, =) – серебро

sind – см. sein

singen (singt, sang, hat gesungen) – петь

sinken (sinkt, sank, ist gesunken) – понижаться; тонуть

Sinn m (-еs, – е) – ум; смысл

sinnen (sinnt, sann, hat gesonnen) – думать

Sitten f (=, -n) – нрав, обычай

sitzen (sitzt, saß, hat gesessen) – сидеть

so – так, таким образом

sobald – как только

Sohn m (-(e)s, Söhne) – сын

Söhnlein n – сынок

solange – до тех пор, пока

solch – такой

Sold m (-(e)s, – е) – оплата труда, довольствие

soll – см. sollen

sollen (soll, sollte, hat gesollt) – модальный глагол, выражающий долженствование

Sommer m (-s, =) – лето

sonderbar – странный, своеобразный

sondern – но, а

Sonnabend m – суббота

Sonne f (=) – солнце

Sonntag m (-s, – е) – воскресенье

Sonntagshut m – воскресная шляпа

Sonntagskind n – родившийся в воскресенье

Sonntagskinder pl – родившиеся в воскресенье

Sonntagswams n – воскресный камзол

sonst – иначе

Sorge f (=, -n) – забота, беспокойство

Span m (-(e)s, Spänе) – щепка

Spanier m – испанец

spannte (spannt, spannte, hat gespannt) – протягивать, напрягать

speisen (speist, speis/spies, hat gespeist/gespiesen) – трапезничать

Sperling m (-s, – е) – воробей

Spiel n (-(е)s, – е) – игра

spielen (spielt, spielte, hat gespielt) – играть

Spieler m (-s, =) – игрок

spielte – см. spielen

spitzen (spitzt, spitzte, hat gespitzt) – заострить

spotteten – см. spotten

spotten (spottet, spottete, hat gespottet) – высмеивать

sprach – см. sprechen

sprang – см. springen

sprechen (spricht, sprach, hat gesprochen) – говорить. разговаривать

springen (springt, sprang, ist gesprungen) – прыгать

springt – см. springen

Spruch m (-(e)s, Sprüche) – заклинание, изречение

Sprüchlein n – заклинаньице

sprühend – брызжущий

Sprung m (-(e)s, Sprüngе) – прыжок

Spuk m (-(e)s, – e) – привидениме, призрак

Staatswam m – парадный камзол

Stadt f (=, Städte) – город

Stall m (-(e)s, Ställe) – сарай, хлев, конюшня

Stamm m (-(e)s, Stämme) – ствол, бревно

stampfte – см. stampfen

stampfen (stampft, stampfte, ist gestampft) – утрамбовывать

stand – см. stehen

standhaft – непоколебимый

Stange f (=, -n) – шест

stark – сильный

statt – вместо

stattlich – внушительный

staunen (staunt, staunte, hat gestaunt) – изумляться

staunend – удивлённый

staunten – см. staunen

stechen (sticht, stach, hat gestochen) – жалить; колоть, уколоться

Stechstange f (=, -n) – багор

stecken (steckt, steckte, hat gesteckt) – вставлять; втыкать

steckte – см. stecken

stehen (steht, stand, hat gestanden) – стоять, находиться

steigen (steigt, stieg, ist gestiegen) – подниматься

steil – крутой

Stein m (-(e)s, – e) – камень

steinern – каменный

Steinherz n – каменное сердце

steinreich – очень богатый

Stelle f (=, -n) – место

stellen (stellt, stellte, hat gestellt) – ставить, поставить

stellte – см. stellen

sterben (stirbt, starb, ist gestorben) – умирать

Stern m (-(e)s, – e) – звезда

Steuer f (=, -n) – налог

steuern (steuert, steuerte, ist gesteuert) – управлять

Stiefel m (-s, =) – сапог

stieg – см. steigen

Stiel m (-(е)s, – е) – ручка, черенок

stieß – см. stoßen

still – тихий, спокойный

stillen (stillt, stillte, hat gestillt) – утолять

Stillschweigen n – молчание

stillstehen (steht still, stand still, hat stillgestanden) – останавливаться

Stimme f (=, -n) – голос

stimmen (stimmt, stimmte, hat gestimmt) – соответствовать истине, быть верным

Stirn f (=, -еn) – лоб

Stock m (-(e)s, Stöcke) – палка

stöhnen (stöhnt, stöhnte, hat gestöhnt) – стонать; жаловаться

stolz – гордый

stopfen (stopft, stopfte, hat gestopft) – штопать; засунуть

stranden (stranded, strandete, ist gestrandet) – сесть на мель

Straßburg n – Страсбург

Straße f (=, -n) – улица; дорога

Straßenläufer m – бродяга

strecken (streckt, streckte, hat gestreckt) – вытягивать, выпрямлять

streckten – см. strecken

Streich m (-(e)s, – e) – шутка, проделка

streng – строгий, суровый

Stromtаl n – речная долина

strotzte – см. strotzen

strotzen (strotzt, strotzte, hat gestrotzt) – изобиловать

Strumpf m (-(e)s, Strümpfe) – чулок

Strümpfchen n – чулочек

Strümpfe – см. Strumpf

Stube f (=, -n) – комната

Stubenfenster n – окно комнаты

Stück n (-(e)s, – e/=) – штука/кусок

Stücklein n – кусочек

Studentin f (=, -nеn) – студентка

Stunde f (=, -n) – час; урок

Sturm m (-(e)s, Stürme) – буря, шторм; штурм

Sturmnacht f – грозовая ночь

stürzen (stürzt, stürzte, ist gestürzt) – упасть; сбрасывать

stürzte – см. stürzen

suchen (sucht, suchte, hat gesucht) – искать

suchte – см. suchen

Sünde f (=, -n) – грех

Suppe f (=, -n) – суп

Suppenteller m – суповая тарелка

süß – сладкий

T

Tag m (-(e)s, – e) – день

Tageshelle f – дневной свет

Tal n (-(e)s, Täler/Tale) – долина

Taler m (-s, =) – талер (старинная монета)

Tanne f (=, -n) – ель

Tannenbaum m (-(e)s, Tannenbäume) – ель

Tannenbühl m – Еловый холм

Tannenbühler m – житель Елового холма

Tannengeist m – еловый дух

Tannennacht f – еловая ночь

Tannenwald m (-(e)s, Tannenwälder) – еловый лес

Tannenzapfen m – еловая шишка

Tanz m (-es, Tänze) – танец

Tanzboden m (-s, Tanzböden) – танцевальная площадка

Tanzbodenkönig m (-s, – e) – король танцевальной площадки, король танцев

tanzen (tanzt, tanzte, hat getanzt) – танцевать

Tänzer m (-s, =) – танцовщик

Tänzerin f (=, -nen) – танцовщица

Tanzkaiser m – император танцев

tanzte – см. tanzen

Tasche f (=, -n) – карман; сумка

tat – см. tun

täuschen (täuscht, täuschte, hat getäuscht) – вводить в заблуждение

tausend – тысяча

Teil m (-(e)s, – e) – часть, доля

teilen (teilt, teilte, hat geteilt) – делить

teilnahmslos – безучастный

teilnehmen (nimmt teil, nahm teil, hat teilgenommen) – принимать участие

teilte – см. teilen

teuer – дорогой

tief – глубокий

Tier n (-(e)s, – e) – зверь, животное

Tisch m (-es, – e) – стол

toben (tobt, tobte, ist getobt) – шуметь, бушевать

tobte – см. toben

Tochter f (=, Töchter) – дочь

Tod m (-(e)s) – смерть

Todesstreich m – смертельный удар

toll – потрясающий, замечательный

Ton m (-es, Töne) – тон

Topf m (-es, Töpfe) – кастрюля, горшок

Torheit f (=, -en) – глупость, дурь

töricht – глупый

tot – мёртвый

töten (tötet, tötete, hat getötet) – убивать

Totenglocke f – погребальный колокол

totschlagen (schlägt tot, schlug tot, hat totgeschlagen) – убивать; забить до смерти

Trab m (-(e)s) – рысь

Tracht f (=, -en) – наряд

traf – см. treffen

tragen (trägt, trug, hat getragen) – носить

trägt – см. tragen

Träne f (=, -n) – слеза

trank – см. trinken

trat – см. treten

trauen (traut, traute, hat getraut) – доверять

trauerte – см. trauen

traulich – грустный

Traum m (-(e)s, Träume) – сон; мечта

traurig – печальный

treffen (trifft, traf, hat getroffen) – встретить

trefflich – прекрасный

treiben (treibt, trieb, ist getrieben) – приводить в движение

treibt – см. treiben

trieb – см. treiben

trinken (trinkt, trank, hat getrunken) – пить

tritt – см. treten

Tritt m (-(e)s, – e) – походка, ступенка, шаг

trocken – сухой

Tropf m (-(e)s, – en) – капля

trüb – пасмурный, сумрачный

trübe – мутный

trübselig – унылый, безрадостный

trug – см. tragen

Truhe f (=, -n) – сундук

Trunk m (-(e)s, Trünke) – глоток, напиток

tüchtig – хороший, изрядный, порядочный

tue – см. tun

Tugend f (=, -en) – добродетель

tun (tut, tat, hat getan) – делать

Tunichtgut m – бездельник

Tür f (=, -en) – дверь

tut – см. tun

U

übelnehmen (nimmt übel, nahm übel, hat übelgenommen) – обижаться

über – над, на

überall – повсюду

Überdachung f (=, -en) – навес

Überdruß m – отвращение

überlassen (lässt über, ließ über, hat übergelassen) – приберечь; уступить

überließ – см. überlassen

übernatürlich – сверхъестественный

überraschend – неожиданный

überwand – см. überwinden

überwinden (überwindet, überwand, hat überwunden) – преодолеть, осилить

überzeugen (überzeugt, überzeugte, hat überzeugt) – убеждать

übrig – остальной

Uhr f (=, -en) – часы

Uhrmacher m (-s, =) – часовщик

um – вокруг, на, за

umbrechen (bricht um, brach um, ist umgebrochen) – переламывать

umdrehen (dreht um, drehte um, hat umgedreht) – перевернуть; развернуться

Umfang m (-(e)s, Umfängе) – объём

umgeben (umgibt, umgab, hat umgeben) – окружать; обводить

Umgebung f (=, -en) – окружение

umgehen (geht um, ging um, ist umgegangen) – обращаться; бродить

umgerissen – см. umreißen

umgestürzt – см. umstürzen

umher – вокруг

umhergehen (geht umher, ging umher, ist umhergegangen) – прохаживаться

umhergingen – см. umhergehen

umherreiten (reitet umher, ritt umher, ist umhergeritten) – путешествовать по миру

umherwandeln (wandelt umher, wandelte umher, hat umhergewandelt) – блуждать

umkehren (kehrt um, kehrte um, ist umgekehrt) – вывернуть наизнанку

Umkreis m (-es, – e) – окрестность

umreißen (reißt um, riss um, hat umgerissen) – наносить контур; опрокидывать

umsahen – см. umsehen

umsehen (sieht um, sah um, hat umgesehen) – оглядываться

umstürzen (stürzt um, stürzte um, ist umgestürzt) – совершать переворот

umwandte – см. umwenden

umwenden (wendet um, wandte um, hat umgewandt) – переворачивать

unbelohnt – ненаграждённый

unbewusst – неосознанный

und – и, а

Undankbarkeit f (=) – неблагодарность

unerklärlich – необъяснимый

Ungeduld f – нетерпение

ungeheuer – огромный

ungern – неохотно

Unglück n (-(e)s, – e) – несчастье

unglücklich – несчастный

unmenschlich – нечеловечекий

Unmut m (-(e)s) – досада. раздражение

unmutig – недовольный

unredlich – неправедный

uns – нам, нас

unsanft – грубый

unschuldig – невинный

unser – наш

unsicher – нечистый

unsichtbar – невидимый

unter – под, ниже

unterdrücken (unterdrückt, unterdrückte, hat unterdrückt) – подавлять; удерживать

untereinander – один под другим

untergehen (geht unter, ging unter, ist untergegangen) – идти ко дну; погибнуть; закатиться

unterhalten (unterhält, unterhielt, hat unterhalten) – беседовать; развлекать

Unterhaltung f (=, -еn) – беседа

unternehmen (unternimmt, unternahm, hat unternommen) – предпринимать

unternehmend – предпринимающий

unterscheiden (unterscheidet, unterschied, hat unterschieden) – отличать(ся)

Unterschied m (-(e)s, – e) – разница; отличие

unterst – нижний

untersuchen (untersucht, untersuchte, hat untersucht) – исследовать

unvermerkt – незаметно

Unverstand m – неразумие

unweit – недалеко

V

Vater m (-s, Väter) – отец

väterlich – отеческий

verachten (verachtet, verachtete, hat verachtet) – презирать

verachtet – см. verachten

Verantwortung f – ответственность

Verbeugung f – поклон

verbrennen (verbrennt, verbrannte, ist verbrannt) – сжигать

verderben (verdirbt, verdarb, ist verdorben) – портиться

Verderbnis f – порочность, порча

verdienen (verdient, verdiente, hat verdient) – зарабатывать

verdorben – см. verderben

verehrten (verehrt, verehrte, hat verehrt) – чтить, почитать

Verfall m (-(e)s) – разруха, упадок

verfallen (verfällt, verfiel, ist verfallen) – разрушаться

verfertigen (verfertigt, verfertigte, hat verfertigt) – делать, изготавливать

verfiel – см. verfallen

Vergangenheit f – прошлое

vergaß – см. vergessen

vergeben (vergibt, vergab, hat vergeben) – распределять

vergebens – напрасно

vergehen (vergeht, verging, ist vergangen) – проходить, миновать

vergessen (vergisst, vergaß, hat vergessen) – забывать

verhandeln (verhandelt, verhandelte, hat verhandelt) – договариваться

verhaßt – ненавистный

verhelfen (verhilft, verhalf, hat verholfen) – способствовать

verkaufen (verkauft, verkaufte, hat verkauft) – продавать

verkümmern (verkümmert, verkümmerte, ist verkümmert) – оскудевать; зачахнуть

verkümmert – см. verkümmern

verlangen (verlangt, verlangte, hat verlangt) – требовать

verlangte – см. verlangen

Verlegenheit f – замешательство

verleihen (verleiht, verlieh, hat verliehen) – награждать

verlieren (verliert, verlor, hat verloren) – терять, проигрывать

verlor – см. verlieren

Verlust m (-(e)s, – e) – потеря, убыток

vermeiden (vermeidet, vermied, hat vermieden) – избегать

vermieden – см. vermeiden

Vermögen n – состояние, имущество

vernahm – см. vernehmen

vernehmen (vernimmt, vernahm, hat vernommen) – услышать

vernünftg – разумный

verraten (verrät, verriet, hat verraten) – разглашать

verrückt – сумасшедший

Vers m (-es, – e) – стих

Vers m (-es, – e) – стих

versagen (versagt, versagte, hat versagt) – отказывать

versäumen (versäumt, versäumte, hat versäumt) – упустить

verscheiden (verscheidet, verschied, ist verschieden) – скончаться, умереть

verschieden – различный

verschlang – см. verschlingen

verschleißen (verschleißt, verschliss, ist verschlissen) – расползаться, разорваться

verschlemmen (verschlemmt, verschlemmte, hat verschlemmt) – прокутить, промотать

verschlemmten – см. verschlemmen

verschleudern (verschleudert, verschleuderte, hat verschleudert) – продавать за бесценок

verschlingen (verschlingt, verschlang. hat verschlungen) – проглотить

verschränken (verschränkt, verschränkte, hat verschränkt) – скрещивать

verschränkten – см. verschränken

verschwand – см. verschwinden

verschwinden (verschwindet, verschwand, ist verschwunden) – исчезать

versehen (versieht, versah, hat versehen) – снабжать, исполнять, ошибаться

versetzten (versetzt, versetzte, hat versetzt) – переставлять, перемещать

versichern (versichert, versicherte, hat versichert) – утверждать

versichert – см. versichern

Verslein n – стишок

versöhnen (versöhnt, versöhnte, hat versöhnt) – примирять

versöhnt – см. versöhnen

verspielen (verspielt, verspielte, hat verspielt) – проигрывать, терять

verspielten – см. verspielen

versprach – см. versprechen

versprechen (verspricht, versprach, hat versprochen) – обещать, обнадёживать

versprochen – см. versprechen

Verstand m (-(e)s) – ум, разум

verstanden – см. verstehen

verstehen (versteht, verstand, hat verstanden) – понимать

versteht – см. verstehen

versteigern (versteigert, versteigerte, hat versteigert) – продавать с аукциона

versteigert – см. versteigern

Versuch m (-(е)s, – е) – поиск

versuchen (versucht, versuchte, hat versucht) – пытаться

verteidigen (verteidigt, verteidigte, hat verteidigt) – защищать, оборонять

verteidigte – см. verteidigen

verunglücken (verunglückt, verunglückte, ist verunglückt) – не удаваться; погибать; пострадать

verwandeln (verwandelt, verwandelte, hat verwandelt) – превращаться

verwandelt – см. verwandeln

verweigern (verweigert, verweigerte, hat verweigert) – отказывать

Verwunderung f (=, -n) – удивление

verzagen (verzagt, verzagte, ist verzagt) – смалодушничать

verzagte – см. verzagen

verzeichnen (verzeichnet, verzeichnete, hat verzeichnet) – составлять опись

verzeichnet – см. verzeichnen

verzeihen (verzeiht, verzieh, hat verziehen) – прощать

Verzeihung f (=, -n) – прощение

verziehen (verzieht, verzog, ist verzogen) – искривлять

verzog – см. verziehen

viel – много

viele – многие

vielleicht – возможно

vier – четыре

Vierfache n – кратное четырём

Vogel m (-s, Vögel) – птица

Volk n (-еs, Völkеr) – народ, нация

voll – полный

vollendet – совершенный, законченный

vom = von dem

von – от, из

vor – перед

voran – впереди

vorbei – мимо

vorbeigehen (geht vorbei, ging vorbei, ist vorbeigegangen) – проходить мимо

vorbeigingen – см. vorbeigehen

vorbeijagen (jagt vorbei, jagte vorbei, ist vorbeigejagt) – проноситься

vorbeilassen (lässt vorbei, ließ vorbei, hat vorbeigelassen) – давать проехать / пройти

vorbeirannte – см. vorbeirennen

vorbeirennen (rennt vorbei, rannte vorbei, ist vorbeigerannt) – промчаться

vorbeitanzen (tanzt vorbei, tanzte vorbei, hat vorbeigetanzt) – танцевать мимо

vorbeitanzte – см. vorbeitanzen

vorfand – см. vorfinden

vorfinden (findet vor, fand vor, hat vorgefunden) – находить, обнаруживать

vorhaben (hat vor, hatte vor, hat vorgehabt) – иметь намерение, собираться делать

vorhalten (hält vor, hielt vor, hat vorgehalten) – упрекать

vorher – раньше, прежде, заранее

vornehin – впереди

vornehmen (nimmt vor, nahm vor, hat vorgenommen) – намереваться

vorsagen (sagt vor, sagte vor, hat vorgesagt) – повторить

vorsehen (sieht vor, sah vor, hat vorgesehen) – смотреть вперёд, остерегаться

vorstrecken (streckt vor, streckte vor, hat vorgestreckt) – вытаскивать вперёд, протягивать

vorüber – мимо

vorübergehen (geht vorüber, ging vorüber, ist vorübergegangen) – проходить мимо

vorübergleiten (gleitet vorüber, glitt vorüber, ist vorübergeglitten) – скользить мимо

vorüberglitt – см. vorübergleiten

vorzeigen (zeigt vor, zeigte vor, hat vorgezeigt) – показывать

W

wachen (wacht, wachte, hat gewacht) – бодрствовать

Wachs n (-es, – e) – воск

wachte – см. wachen

wacker – честный

Wägelchen n – маленькая повозка

Wagen m (-s, =) – повозка, телега

wagte – см. wagen

wagen (wagt, wagte, hat gewagt) – осмелиться

Wahl f (=, -en) – выбор; сорт

wählen (wählt, wählte, hat gewählt) – выбирать

wahr – настоящий, истинный

während – во время

Wald m (-(e)s, Wälder) – лес

Waldesstille f – лесная тишина

Waldgeist m – лесной дух

Waldkönig m – лесной король

Waldmann m – лесной человек

Waldmännlein n – лесной человечек

Waldriese m – лесной великан

Waldsteig m – склон горы, поросший лесом

walkten – см. walken

walken (walkt, walkte, hat gewalkt) – валять

wallte – см. wallen

wallen (wallt, wallte, hat gewallt) – ниспадать

Wams n (-es, Wämser) – камзол

Wämschen n – камзольчик

Wand f (=, Wände) – стена

wandeln (wandelt, wandelte, hat gewandelt) – изменять, преобразовывать

wandernd – бродячий

wandten – см. wenden

wenden (wendet, wandte, hat gewandt) – выворачивать наизнанку

Wanduhr f (=, -en) – стенные часы

wankt – см. wanken

wanken (wankt, wankte, hat gewankt) – покачиваться

wann – когда

war – был(а)

ward – см. werden

waren – были

warf – см. werfen

warm – тёплый

Wärme f (=) – тепло, теплота

warten (wartet, wartete, hat gewartet) – ждать

warum – почему

was – что

Wasser n (-s) – вода

Wasserkrug

Wassermelone f (=, -n) – арбуз

WC-Bürste f (=, -n) – туалетная щётка

Weberbaum m – кувшин для воды

wecken (weckt, weckte, hat geweckt) – будить

weder – ни

weg – прочь

Weg m (-(e)s, – e) – дорога, путь

wegen – из-за

weggeworfen – см. wegwerfen

wegwerfen (wirft weg, warf weg, hat weggeworfen) – выбросить

weglaufen (läuft weg, lief weg, ist weggelaufen) – убегать

wegschenken (schenkt weg, schenkte weg, hat weggeschenkt) – раздаривать

wegschenkte – см. wegschenken

weh – больной

wehen (weht, wehte, hat geweht) – дуть

Wehmut f – тоска

wehmütig – тоскливый

Weib n (-(e)s, – er) – женщина, баба

weich – мягкий

weichen (weicht, wich, ist gewichen) – отступать; размачивать, замачивать

weil – потому что, так как

Wein m (-(e)s, – e) – вино

weinen (weint, weinte, hat geweint) – плакать

weinte – см. weinen

weiß – белый

weisen (weist, wies, hat gewiesen) – указывать

weißt – см. wissen

weit – далёкий, дальний

welche – какой, который

welken (welkt, welkte, hat gewelkt) – вянуть

Welt f (=) – мир, вселенная

wem – кому

wen – кого

wenig – немного, несколько

wenn – если, когда

wer – кто

werben (wirbt, warb, hat geworben) – вербовать, привлекать

werden (wird, wurde, ist geworden) – становиться

werfen (wirft, warf, hat geworfen) – бросать, кидать

Werktag m – рабочий день

Wert m (-(e)s, – e) – стоимость

Wetter n (-s) – погода

wickeln (wickelt, wickelte, hat gewickelt) – обёртывать, наматывать

Widerrede f – возражение

widersprach – см. widersprechen

widersprechen (widerspricht, widersprach, hat widersprochen) – возражать

wie – как

wieder – опять, снова, вновь

wiederkommen (kommt wieder, kam wieder, ist wiedergekommen) – возвращаться

wiederkriegen (kriegt wieder, kriegte wieder, hat wiedergekriegt) – получить обратно

wies – см. weisen

Wiese f (=, -n) – луг

Wiesel n (-s, =) – ласка (зверь)

wieso – отчего же

wieviel – сколько

wild – дикий

will – см. wollen

Windstoß m – порыв ветра

winselten – см. winseln

winseln (winselt, winselte, hat gewinselt) – визжать, хныкать

Winter m (-s, =) – зима

wir – мы

wird – см. werden

wirfst – см. werfen

Wirt m (-(e)s, – e) – хозяин

Wirtshaus n (-es, Wirtshäuser) – трактир

Wirtshauslaufen n – хождение по трактирам

Wirtsstube f – помещение трактира

wissen (weiß, wusste, hat gewusst) – знать

Witwe f (=, -n) – вдова

wo – где

Woche f (=, -n) – неделя

Wochentage m (-(e)s, – e) – день недели

woher – откуда

wohin – куда

wohl – здоровый; хорошо, вероятно; пожалуй

wohlbehalten – невредимый

wohlbekannt – хорошо знакомый

Wohltat f – благодеяние

wohnen (wohnt, wohnte, hat gewohnt) – жить

Wohnort m – место жительства

wohnt – см. wohnen

Wohnung f (=, -еn) – квартира

wollen (will, wollte, hat gewollt) – хотеть, желать

wollte – см. wollen

womit – с чем

wonach – после чего

worein – куда внутрь

worin – в чём

Wort n (-(e)s, Wörter) – слова

worüber = wo über

wozu = wo zu

Wunder n (-s, =) – чудо

wunderlich – странный, причудливый, диковинный

wundern (wundert, wunderte, hat gewundert) – удивлять

wunderte – см. wundern

Wunsch m (-es, Wünsche) – желание

wünschen (wünscht, wünschte, hat gewünscht) – желать

wurde – см. werden

Würfel m (-s, =) – игральная кость, кубик

würfelten – см. würfeln

würfeln (würfelt, würfelte, hat gewürfelt)

Wurm m (-(e)s, Würme) – червяк

wusste – см. wissen

wütend – яростный, свирепый

Z

zahlen (zahlt, zahlte, hat gezahlt) – платить

zählen (zählt, zählte, hat gezählt) – считать

zahnlos – беззубый

zanken (zankt, zankte, hat gezankt) – браниться

zankte – см. zanken

Zapfen m – затычка

zart – нежный. тонкий, лёгкий

Zauberer m (-s, =) – волшебник; фокусник

zaubern (zaubert, zauberte, hat gezaubert) – колдовать

zehn – десять

zeigen (zeigt, zeigte, hat gezeigt) – показывать

zeigte – см. zeigen

Zeit f (=, -en) – время

Zentner m (-s, =) – центнер

zerbrechen (zerbricht, zerbrach, ist zerbrochen) – сломать, разбить

zerlumpt – рваный

zerschmettern (zerschmettert, zerschmetterte, hat zerschmettert) – разбивать

zerschmetterten – см. zerschmettern

zersplittern (zersplittert, zersplitterte, ist zersplittert) – раскалывать

zersplitterte – см. zersplittern

zertreten (zertritt, zertrat, hat zertreten) – растоптать

Zettel m (-s, =) – записка

Ziegenbock m (-(e)s, Ziegenböcke) – козёл

ziehen (zieht, zog, ist gezogen) – тянуть, тащить

zierlich – изящный, изысканный, грациозный

Zimmer n (-s, =) – комната

Zimmerbalken m – балка

zittern (zittert, zitterte, hat gezittert) – дрожать

zog – см. ziehen

zögern (zögert, zögerte, hat gezögert) – колебаться

Zollstab m – дюймовая линейка

Zorn m (-(e)s) – гнев, ярость

zornig – гневный

zu – к, в, на

Zubehör m – оборудование

zucken (zuckt, zuckte, hat gezuckt) – вздрагивать

zuckt – см. zucken

zudrücken (drückt zu, drückte zu, hat zugedrückt) – плотно закрывать; зажмуривать

zuerst – сначала, сперва

zufrieden – довольный

Zug m (-(e)s, Züge) – поезд

zugesagt – см. zusagen

zugleich – одновременно, вместе, заодно

Zukunft f (=, Zukünfte) – будущее, грядущее

zulaufen (läuft zu, lief zu, ist zugelaufen) – бежать (к чему-л.)

Zuleidе f – страдание

zum = zu dem

zumachen (macht zu, machte zu, hat zugemacht) – закрывать, запирать

zumuten (mutet zu, mutete zu, hat zugemutet) – считать способным

zünden (zündet, zündete, hat gezündet) – зажигать

zunehmen (nimmt zu, nahm zu, hat zugenommen) – прибывать, возрастать

Zunge f (=, -n) – язык

zur = zu der

zurück – назад

zurückgeben (gibt zurück, gab zurück, hat zurückgegeben) – вернуть, возвращать

zurückkehren (kehrt zurück, kehrte zurück, ist zurückgekehrt) – возвращаться

zurückkehrte – см. zurückkehren

zurückkommen (kam zurück, ist zurückgekommen) – возвращаться

zusagen (sagt zu, sagte zu, hat zugesagt) – согласиться

zusammen – вместе

zusammenkrachen (kracht zusammen, krachte zusammen, ist zusammengekracht) – рушиться с грохотом

zusammenkrachten – см. zusammenkrachen

zusammenziehen (zieht zusammen, zog zusammen, ist zusammengezogen) – сжиматься

Zuschauer m (-s, =) – зритель

zusehen (sieht zu, sah zu, hat zugesehen) – смотреть, наблюдать

zuvor – прежде

zuwarf – см. zuwerfen

zuwerfen (wirft zu, warf zu, hat zugeworfen) – кидать, забрасывать

zwanzig – двадцать

zwar – хотя, правда

Zweck m (-(e)s, – e) – цель

zwei – два

Zweig m (-(e)s, – е) – ветвь

zweimal – дважды

zweitausend – две тысячи

zweite – второй

zwischen – между

zwölf – двенадцать

Примечания

1

Schwaben – Швабия (область на юго-западе современной Германии в верховьях Рейна и Дуная).

2

Wämser – камзолы.

3

enggefalteten Pluderhosen – шаровары в мелкую складку.

4

durch die Nagold in den Neckar – по Нагольду в Неккар.

5

von dem oberen Neckar den Rhein hinab – от верхнего Неккара вниз по Рейну.

6

Beinkleider von schwarzem Leder – штаны из чёрной кожи.

7

Holländer-Michel – голландец Михель.

8

nur der Kohlenmunk-Peter! – всего лишь угольщик Петер Мунк.

9

würfelten – играли в кости.

10

fünf Gulden hin, zehn her – пять гульденов сюда, десять туда.

11

wollten ihm die Sinne vergehen – он почти лишался чувств.

12

Ezechiel – Иезекиил.

13

So geht es nicht mehr weiter. – Так больше продолжаться не может.

14

auf den grünen Zweig kommen – добиться успеха.

15

Tannenbühl – еловый холм.

16

es sei dort unsicher – там нечисто.

17

vor einer Tanne von ungeheurem Umfang – перед необъятной елью.

18

haltet mich nicht zum Narren – не дурачьте меня.

19

er im Trab davonjagte – он рысью помчался прочь.

20

der um ein Nachtlager bat – который попросился переночевать.

21

um den großen Lichtspan – вокруг большой лучины.

22

bei Gott – клянусь Богом.

23

Floßgelenk – бревно, которое сплавляют (для плота).

24

bis weit in den Rhein hinab – далеко по Рейну.

25

galt er für drei – работал он за троих.

26

es sei für dismal – пусть будет на этот раз по-твоему.

27

er warf sie auf die Seite – он отбросил их в сторону.

28

um den halben Wert – за полцены.

29

lassen wir verkaufen – давайте продадим.

30

das Gut ihres Herrn – добро их господина.

31

wussten sie sich nicht zu fassen – они лишились рассудка (утратили над собой контроль).

32

treibt er seinen Spuk – он бродит призраком.

33

um keinen Preis – ни за какую цену.

34

um geringen Sold – за мизерную плату.

35

mit verschränkten Armen – со скрещёнными руками.

36

zum allerletztenmal – в самый последний раз.

37

Was ficht’s dich an? – А тебе какое до этого дело?

38

Jetzt hast du dein Teil! – Поделом ты получил!

39

sehen auf stehen – sehen («видеть») рифмуется с stehen («стоять»).

40

ich schlage dich mit der Stange zu Boden – я вобью тебя шестом в землю.

41

bei dem Kleinen – у карлика.

42

ein armer Tropf – горемыка.

43

ein paar Sechser – пара монеток.

44

mir soll das nicht drauf ankommen – мне-то это всё равно.

45

sage einmal – скажи-ка.

46

fürs erste – для начала.

47

Es wurde ihm kalt und warm. – Его бросало то в жар, то в холод.

48

will ich nichts zu schaffen haben – я не хочу иметь дела.

49

Wirst das noch bereuen. – Ты ещё в этом раскаешься.

50

auf deiner Stirne steht’s geschrieben – у тебя это на лбу написано.

51

wie an einer unsichtbaren Mauer – как о невидимую стену.

52

Sonntagskinder – рождённые в воскресенье.

53

so soll es hingehen – сойдёт и так.

54

aus gefärbtem Glas bestanden – были сделаны из цветного стекла.

55

bringt es nicht weit – не достигнет многого.

56

wie weit die es in kurzer Zeit gebracht haben – сколько всего многого они достигли за короткое время.

57

sag mir nichts von diesen – ничего мне о них не говори.

58

aller Laster Anfang – начало всех пороков.

59

Aber es sei. – Но да будет так.

60

das sich zu mir zu finden weiß – который знает, как меня найти.

61

schämst du dich nicht – и не стыдно ли тебе.

62

was nützt es dir – что тебе проку.

63

Sonst nichts? – И больше ничего?

64

mit Rat und Tat – словом и делом.

65

nimm dich in acht – берегись, опасайся.

66

Nachbarin Grete und Bete – соседка Грета или Бета.

67

rechte Leute – достойнейшие люди.

68

hin und her – туда-сюда.

69

knöchelte um Kronentaler – бросал кости на кроненталеры.

70

nichtsdestominder – тем не менее.

71

die unternehmendsten Spieler – самые предприимчивые игроки.

72

herumziehende Händler – бродячие торговцы.

73

der Schulden wegen – из-за долгов.

74

hat dir gefehlt – тебе нет хватало.

75

habe ich dich jetzt – вот ты и попался.

76

o weh! – ой, больно!

77

will nicht mehr lange säumen zum Auspfänden – будет недолго медлить с описью имущества.

78

Satz um fünf Gulden – ставка в пять гульденов.

79

zwei Augen höher – на два очка выше.

80

ließ Peter das Geld fallen – Петер выронил деньги.

81

kehrte den Rock um – вывернул камзол наизнанку.

82

Mit dir ist’s aus. – С тобой покончено.

83

was man davon hat, wenn man meinen Rat verachtet – что бывает, когда пренебрегают моими советами.

84

es war ihm – ему показалось.

85

im Gegenteil – напротив.

86

Was hat es dir genützt? – Какой тебе с этого прок?

87

dass es nicht mehr so ist – чтобы больше так не было.

88

wie gut du es dann hast – как тебе будет хорошо.

89

überzeuge dich selbst – сам убедись.

90

Kornwucherer – скупщик зерна.

91

Werbeoffizieren – офицеры-вербовщики.

92

Scheinen auf Handlungshäuser – ассигнации на торговые дома.

93

in die weite Welt – по белу свету, по миру.

94

sein Herz nahm an nichts Anteil – его сердце ничего не трогало.

95

treibe dein Vermögen um – пусти свой капитал в оборот.

96

nichts zu Dank machen – ничем угодить.

97

was geschehen ist, ist geschehen – что случилось, то случилось.

98

Du hast deine Seele an den Bösen verkauft! – Ты продал свою душу дьяволу!

99

bekehrst du dich nicht zum Guten – если ты не обратишься к добру.

100

zermalmen – размягчить; стереть в порошок.

101

wie wird es gehen mit unseren Herzen? – как там будет обстоять дело с нашими сердцами?

102

nach dem Tod die Herzen gewogen warden – после смерти сердца будут взвешивать.

103

Das stimmt. – так точно.

104

ganze Rollen Gold – целые столбики золотых монет.

105

Du hast mein Herz nur stillstehen lassen. – Ты просто остановил моё сердце.

106

Da wurde Michel kleiner und immer kleiner. – Тут Михель стал уменьшаться.

107

Mit mir ist es aus. – Со мной покончено.

108

Schau dich um. – Оглянись-ка.

109

da fielen vier stattliche Geldrollen heraus – оттуда выпали четыре солидных столбика золотых монет.